Willkommen bei den Rileys

Doug und Lois sind schon seit knapp 30 Jahren verheiratet. Alles ist im Trott und seit dem Unfalltod der Tochter vor acht Jahren ist die Freude aus dem Leben verschwunden. Selbst der Grabstein mit den eigenen Namen ist schon gekauft. Als Doug bei einem Kongress in New Orleans die junge Stripperin Mallory kennenlernt, will er Versäumtes nachholen. Er beschließt ihr väterlicher Freund zu werden und möchte Mallory helfen, um aus dem Sumpf der Prostitution zu entkommen. Dies ist natürlich nicht so einfach wie erhofft. Als dann noch Lois hinzukommt entwickelt sich eine interessante Dreiecksbeziehung (ohne sexuellen Hintergrund).

Eine traurige und schön erzählte Geschichte über Hoffnungslosigkeit und Sehnsüchte.

Deutscher Kinostart: 7. April 2011
Regie: Jake Scott
Schauspieler: James Gandolfini, Kirstin Stewart, Melissa Leo
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Das gelbe Segel, Fish Tank

Kino-Trailer:

Das Schmuckstück

Wir schreiben das Jahr 1977, also eine Zeit wo die Gleichberechtigung noch in weiter Ferne war. Für die Frau bestand die Aufgabe darin in der Küche zu sein, dem Mann zu Diensten zu stehen und keine eigene Meinung zu haben.

Auch Suzanne (Catherine Deneuve) als Ehefrau von Robert (Fabrice Lucchini), einem kapitalistischen Regenschirmproduzenten, teilt dieses Schicksal. Doch nach einem Herzinfarkt von Robert muss Suzanne die Aufgabe des Chefs übernehmen. Unerwartet fügt sie sich perfekt in diese Rolle ein und kann sogar den (kommunistischen) Bürgermeister (Gérard Depardieu) auf ihre Seite ziehen, um einen Streik der Arbeiter abzuwenden.

Der Kinofilm besteht aus schönen Dialogen, passender Hintergrundmusik aus der Zeit und bunten Farben. Ein netter Unterhaltungsfilm mit einer Paraderolle für Catherine Deneuve.

Deutscher Kinostart: 24. März 2011
Regie: Francois Ozon
Schauspieler: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Lucchini
Länge: 104 Minuten
Für Kinofreunde von: 8 Frauen, Allein zu zweit

Kino-Trailer:

In einer besseren Welt

In diesem Kinofilm geht es um zwei Familien, wo sich die beiden Söhnen näher kennen lernen. Der eine wird in der Schule von seinen Mitschülern gehänselt und der andere ist selbstbewusst und nimmt das Recht ganz gerne selbst in seine Hand. Dabei stellt sich schon am Anfang die Frage, ob Gewalt gerechtfertigt ist, um noch mehr Gewalt zu verhindern oder wird dadurch womöglich noch mehr Gewalt ausgelöst? Auch Anton (der eine Vater) muss sich die Frage stellen, obwohl er gegen Gewalt ist. Gerade wenn er seine Arbeit als Arzt in Kenia ausübt wird er mit diesem Gewissenkonflikt konfrontiert als er einen sehr gewalttätigen Warlord gegen den Willen der Bevölkerung verarzten soll.

Ein Film der unter die Haut geht. Am Ende bleiben aber mehr Fragen offen als das Fragen beantwortet werden. Aber vielleicht will der Film auch das einfach nur bewirken?

Deutscher Kinostart: 17. März 2011
Regie: Susanne Bier
Schauspieler: Trine Dyrnholm, Ulrich Thomson, Mikael Perbrandt
Länge: 113 Minuten
Für Kinofreunde von: Open Hearts, Das Fest

Kino-Trailer:

Almanya

Belanglos. Diese Beschreibung trifft diesen Kinofilm wohl am besten.

Es geht um die Familiengeschichte einer türkischen Gastarbeiterfamilie, die Mitte der 60er Jahre nach Deutschland kommt. Dabei wird auch in vielen Rückblicken von dem Kulturschock (von beiden Seiten) erzählt. Eigentlich sollte dieser Film wohl eine Komödie sein und im Trailer sind auch tatsächlich die besten Witze schon verpackt. Allerdings bietet der Film keine weiteren Humorhöhepunkte. Es werden vielmehr alte Vorurteile und Klischees aus der Mottenkiste geholt und ausgebreitet. Schade eigentlich, denn der Film hätte sicher mehr Potential gehabt.“

Deutscher Kinostart: 10. März 2011
Regie: Yasemin Samdereli
Schauspieler: Fahri Ogün Yardim, Denis Moschitto, Vedat Erincin
Länge: 97 Minuten
Für Kinofreunde von: Türkisch für Anfänger, Meine verrückte türkische Hochzeit

Kino-Trailer:

Biutiful

Uxbal (Javiar Bardem) ist ein Krimineller in Barcelona. Als er erfährt, dass er Krebs hat und nur noch wenige Monate zu leben hat, will er Vorsorge treffen für die Zeit nach seinem Tod. Allerdings gestaltet sich dies gar nicht so einfach und er macht die Sachen teilweise nur noch schlimmer. Ein bedrückender Film, der die Aussichtslosigkeit der Leute im Untergrund zeigt.

Im Vergleich zu den drei anderen Filmen (Amores perros, 21 Gramm und Babel) von Alejandro Gonzáles Inárritu ist dieser leider der Schlechteste. Man quält sich durch den Film und hofft, dass er endlich zum Ende kommt. Na ja, diese Quälerei macht diesen Kinofilm für echte Kritiker offensichtlich interessant, allerdings kann ich diesen Film definitiv nicht weiterempfehlen.

Deutscher Kinostart: 10. März 2011
Regie: Alejandro Gonzáles Inárritu
Schauspieler: Javiar Bardem, Karra Elejalde, Blanca Portillo
Länge: 147 Minuten
Für Kinofreunde von: Amores perros, Gomorrha

Kino-Trailer: