Ich sehe den Mann deiner Träume

Endlich mal wieder ein Film von Woody Allen. Vorneweg gleich meine persönliche Bewertung, es ist ein netter Kinofilm, aber auf der Woody Allen-Skala würde der Film eher im unteren Drittel zu finden sein. Nun gut, dass ist allerdings auch das Problem, wenn man über Jahrzehnte sehr gute Filme produziert, dann wird die Messlatte immer höher gesetzt.

Zum Film gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen, Es sind die Verwirrungen und Irrungen von Menschen aus der der Großstadt London, die sich zu viele Gedanken über ihr Leben, ihre Liebe oder den Tod machen. Also typische Charakteren wie sie Mr. Allen liebt.

Deutscher Kinostart: 2. Dezember 2010
Regie: Woody Allen
Schauspieler: Anthony Hopkins, Naomi Watts, Antonio Banderas
Länge: 98 Minuten
Für Kinofreunde von: Match Point, Whatever Works

Kino-Trailer:

Ein gutes Herz

Jacques ist Barbesitzer in New York und ein Kotzbrocken allererster Güte. Als er nach seinem fünften Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert wird lernt er Lucas kennen. Dieser ist obdachlos und nach einem Selbstmordversuch in die Klinik gekommen. Auf jeden Fall ist er das genaue Gegenteil, denn er ist nett zu Menschen, wortkarg und sehr gutmütig. Nachdem Jaques erfährt, dass er wahrscheinlich ohne Spenderherz nicht mehr lange zu leben hat, nimmt er den jungen Lucas unter seine Fittiche, denn er sucht einen Nachfolger für seine Kneipe. Allerdings ist die Einarbeitung nicht so einfach, denn Jacques hat zwei feste Grundsätze für seine Bar: Keine Frauen und keine Freundlichkeiten! Allerdings ist Lucas von Herzen aus nett zu allen Menschen und als er eines Tages auch noch eine junge Frau aufnimmt, kommt es natürlich zum großen Streit.

Der Film ist eigentlich eher traurig, aber er strotzt auch mit herrlich, derbem Humor. Da wahrscheinlich eh nicht viele Leute diesen Kinoblog lesen und in den Film gehen, will ich schon jetzt das Fazit verraten. Nette Menschen werden überfahren und böse Menschen kommen überall hin (ich sage nur langer weißer Sandstrand).

Deutscher Kinostart: 25. November 2010
Regie: Dagur Kári
Schauspieler: Brian Cox, Paul Dano, Isild Le Besco
Länge: 92 Minuten
Für Kinofreunde von: Dark Horse, Kitchen Stories

Kino-Trailer:

Somewhere

Johnny Marco (Stephan Dorff) ist ein Hollywood-Star und hat alles, wovon der normale Mensch nur träumen kann. Er lebt in einem Hotel, fährt mit seinem schwarzen Ferrari durch die Gegend, kann sich alles leisten und genießt seinen Starruhm. Diesen Ruhm nutzt er auch aus und die schönsten Frauen buhlen um ihn. Doch hinter dieser Fassade steckt ein einsamer Mensch und dies kommt mal wieder zum Vorschein als er sich paar Tage um seine 11jährige Tochter kümmern muss, die sonst bei der geschiedenen Mutter lebt. Durch Cleo (Elle Fanning) hinterfragt er wieder sein Leben und wird von Selbstzweifel geplagt.

Dies ist leider mal wieder so ein Film nach dem Motto: Ich bin ein Star, ich habe alles, aber eigentlich geht es mir ja so schlecht und bemitleidet mich bitte. Na ja, vermutlich arbeitet hier Frau Coppola ihre eigene Kindheit auf, aber für das Kinopublikum ist der Film eher eine langweilige Zumutung. Eigentlich sind nur die beiden tanzenden Zwillinge in diesem Kinofilm sehenswert.

Deutscher Kinostart: 11. November 2010
Regie: Sofia Coppola
Schauspieler: Stephan Dorff, Elle Fanning, Benicio Del Toro
Länge: 98 Minuten
Für Kinofreunde von: Lost in translation, Broken Flowers

Kino-Trailer:

The kids are all right

Nic (Annette Bening) und Jules (Julianne Moore) sind ein scheinbar perfektes Paar. Sie haben zwei Kinder im Alter von 15 und 18 Jahren und diese wurden durch künstliche Befruchtung gezeugt. Eines Tages will der 15jährige Laser (Josh Hutcherson) seinen biologischen Vater kennen lernen. Gemeinsam mit der Schwester kommt es zu einem ersten Treffen mit Paul (Mark Ruffalo). Nun lernt Paul die ganze Familie kennen und dies sorgt für Wirrungen und Irrungen bei allen Beteiligten.

Ein schöner Film mit einigen doch sehr lustigen Abschnitten, obwohl der Film einen durchaus ernsten Hintergrund hat. Die Schauspieler überzeugen auf breiter Front und für mich sollte ein Schauspieler den Oscar für den besten Nebendarsteller erhalten. Ich sage nur: Es ist der Gärtner 🙂

Deutscher Kinostart: 18. November 2010
Regie: Lisa Cholodenko
Schauspieler: Annette Bening, Julianne Moore, Mark Ruffalo
Länge: 106 Minuten
Für Kinofreunde von: A single man, Wenn Liebe so einfach wäre

Kino-Trailer: