Marcello Marcello

Eine romantische Liebeskomödie, die in der 50er Jahren auf einer italienischen Insel spielt. In dem verträumten Inseldorf gibt es eine alte Tradition, denn wenn ein Mädchen 18 Jahre alt wird, dann darf ein Junge des Dorfes die Auserwählte zum Rendezvous einladen. Allerdings entscheidet der Vater darüber und zwar aufgrund der Tatsache, welcher Junge dem Vater das schönste Präsent überreicht hat. Meist ist die baldige Hochzeit im Anschluss sicher, das war schon immer so. Der Fischersohn Marcello hat eine gute Idee für ein Geschenk, denn er will sich mit Elena der Tochter des Bürgermeisters treffen. Jedoch ist es nicht so einfach an das Geschenk heranzukommen und so muss Marcello viele Wege gehen und Aufgaben lösen, um an sein Ziel zu kommen.

Obwohl der Film ein paar witzige Szenen hat, kann er in der Gesamtheit leider nicht überzeugen. Für hoffnungslose Romantiker ist es allerdings ein Muss. Denn wo Wasser ist, da ist auch Leben und wo Leben ist, da ist auch Liebe…

Deutscher Kinostart: 10. Juni 2010
Regie: Denis Rabaglia
Schauspieler: Franceesco Mistichelli, Elena Cucci
Länge: 97 Minuten
Buch zum Film: Marcello und der Lauf der Liebe
Für Kinofreunde von: Das Leben ist schön, Der Zauber von Malèna

Kino-Trailer:

Keep Surfing

Ein Film über das Surfen aus München? Wer den Eisbach und die Isar nicht kennt, der wird sich sicher wundern, aber die bayrische Hauptstadt gilt als das Mekka der deutschen Flußsurfer.

In diesem Dokumentarfilm wird die Geschichte einiger Surfer gezeigt, für die das Leben auf der Welle fast wie eine Droge ist. Flußsurfen ist zwar nicht vergleichbar mit Surfen auf dem Meer, aber es hat eine ganz eigene Faszination. Dieser Film ist auch für Nicht-Surfer interessant und zeigt schöne Bilder auf der Welle. Als Münchner kann man sich einfach mal persönlich ein Bild davon verschaffen, indem man den Surfern auf der Brücke an der Prinzregentenstraße zuschaut. Für Kinogänger außerhalb von München wird der Film meiner Meinung nach nicht so interessant sein.

Deutscher Kinostart: 20. Mai 2010
Regie: Björn Richie Lob
Schauspieler: Surfer
Länge: 94 Minuten
Für Kinofreunde von: Am Limit, Riding Giants

Kino-Trailer:

Der fantastische Mr. Fox

Mr. Fox ist ein wirklich liebenswerter Fuchs, der allerdings das Stehlen nicht lassen kann. Nachdem er seiner Frau das Versprechen gab nach der Geburt des Sohnes die Gaunereien zu lassen, verfällt er wieder seinem wilden Treiben. Allerdings legt es sich diesmal mit den Großbauern Bean, Boggis und Bounce an und diese wollen nun Rache. Dabei geht es aber auch den anderen Tieren aus der Umgebung an den Kragen. Mr. Fox muss nun ein Schlaufuchs sein und nicht nur seinen entführten Neffen retten, sondern alle Tiere.

Dem Regisseur Wes Anderson (Die Royal Tenenbaums) ist es wirklich gelungen die Geschichte von Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik) in tollen Bildern umzusetzen. Dieser in Stop-Motion gedrehte Animationsfilm überzeugt durch liebevolle Tiere und Ideen und ist frei von Computeranimationen. Viele lustige Sprüche runden diesen Kinofilm ab, der wirklich sehenswert für jung und alt ist.

Deutscher Kinostart: 13. Mai 2010
Regie: Wes Anderson
Schauspieler: Stofftiere
Länge: 87 Minuten
Buch zum Film: Der fantastische Mr. Fox
Für Kinofreunde von: Wallace & Gromit, Chicken Run

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David wants to fly

David Sieveking ist in einer Sinn- und Schaffenskrise. Am liebsten möchte er Filme wie sein großes Vorbild David Lynch machen. Durch Zufall entdeckt er, dass David Lynch zu einer Konferenz zur Transzendentalen Meditation (TM) einlädt und kurz entschlossen fliegt er deshalb in die USA. David ist von den Lehren der Transzendentalen Meditation sehr angetan, die auf den berühmten Guru Maharishi Mahesh Yogi zurückgehen. Dabei handelt es sich offensichtlich weder um eine Religion, noch um eine Sekte. In Deutschland zurück kauft er sich für knapp 3000 Euro sein persönliches Mantra und beginnt zu Meditieren. Allerdings bekommt er mehr und mehr Zweifel als er tiefer in die Organisation TM eintaucht. Als er anfängt kritische Frage zu stellen, wendet sich TM auch gegen ihn und erteilt im Drehverbote bzw. will den Film stoppen. Doch das spornt David noch mehr an und er spricht mit Aussteigern von TM und geht zurück zu den Ursprüngen von Maharishi Mahesh Yogi.

Mit dieser Dokumentation ist David Sieveking ein äußerst interessanter und unterhaltsamer Film gelungen. Durch seine umfangreichen Recherchen weltweit ergibt sich für den Zuschauer ein umfassendes Bild über TM und dem enormen Geldfluss dieser Organisation. Anfangs hatte ich noch das Gefühl, das der Filmemacher zu naiv an das ganze Thema herangeht, doch im Laufe des Films hat sich diese Bild glücklicherweise geändert. Ich kann diesen Film wirklich empfehlen.

Deutscher Kinostart: 6. Mai 2010
Regie: David Sieveking
Mitwirkende: David Sieveking, David Lynch
Länge: 95 Minuten
Für Kinofreunde von: Blue Velvet, Eine unbequeme Wahrheit

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