Biutiful

Uxbal (Javiar Bardem) ist ein Krimineller in Barcelona. Als er erfährt, dass er Krebs hat und nur noch wenige Monate zu leben hat, will er Vorsorge treffen für die Zeit nach seinem Tod. Allerdings gestaltet sich dies gar nicht so einfach und er macht die Sachen teilweise nur noch schlimmer. Ein bedrückender Film, der die Aussichtslosigkeit der Leute im Untergrund zeigt.

Im Vergleich zu den drei anderen Filmen (Amores perros, 21 Gramm und Babel) von Alejandro Gonzáles Inárritu ist dieser leider der Schlechteste. Man quält sich durch den Film und hofft, dass er endlich zum Ende kommt. Na ja, diese Quälerei macht diesen Kinofilm für echte Kritiker offensichtlich interessant, allerdings kann ich diesen Film definitiv nicht weiterempfehlen.

Deutscher Kinostart: 10. März 2011
Regie: Alejandro Gonzáles Inárritu
Schauspieler: Javiar Bardem, Karra Elejalde, Blanca Portillo
Länge: 147 Minuten
Für Kinofreunde von: Amores perros, Gomorrha

Kino-Trailer:

True Grit

Ein typischer Western in bester Coen-Machart. Einfache Story, verrückte Charakteren und trockene Dialoge. True Grit ist die Neuverfilmung des Western Der Marshal mit John Wayne aus dem Jahre 1969. Die 14jährige Mattie Ross (Haliee Steinfeld) will den Tod ihres Vaters rächen. Dafür heuert sie den versoffenen US Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um die Mörder Chaney zu stellen. Ihnen schließt sich noch der Texas Ranger LaBoeuf an, der auch Chaney wegen Mordes jagt.

Ein gut gemachter Western, nicht mehr und nicht weniger. Aus der heutigen Sicht wirken die Filme über diese Zeit fast wie Komödien. Dies kommt wohl auch daher, dass die Dialoge oft sehr direkt und nüchtern erscheinen. Spannend bleibt auf jeden Fall, wie viele Oscars der Film erhält? “

Deutscher Kinostart: 24. Februar 2011
Regie: Ethan und Joel Coen
Schauspieler: Haliee Steinfeld, Jeff Bridges, Matt Damon
Länge: 110 Minuten
Buch zum Film: True Grit
Für Kinofreunde von: Der Marshal, El Dorado

Kino-Trailer:

The King’s Speech

Albert Frederick Arthur George (Colin Firth) stottert schon seit seiner frühsten Kindheit. Viele Versuche mit Sprachtherapeuten scheitern und an einem gewissen Punkt glaubt er selbst nicht mehr an Heilung. Da er als Bruder von Königs Eduard VIII. nur in zweiter Reihe in der Öffentlichkeit steht, kann er mit dem Makel leben. Kleine Erfolge zeigen sich mit dem ungewöhnlichen Therapeuten Logue, der mit teilweise fragwürdigen Methoden der Quelle des Stotterns auf die Spur kommt. Nachdem Eduard VIII. abdankt muss Albert seinen Platz einnehmen und wird König GeorgeVI. Fast zeitgleich bricht der Krieg gegen Deutschland aus und das englische Volk braucht nun die Stimme des Königs. Für GeorgeVI. und Logue bleibt nun nicht mehr viel Zeit für die Vorbereitung der ersten und sehr wichtigen Radioansprache an das englische Empire.

Ein wirklich schön erzählter Film mit viel Humor und guter klassischer Musik im Hintergrund. Allerdings ist meiner Meinung nach der Hype um diesen Film etwas übertrieben und ich glaube auch nicht, dass tatsächlich so viele Oscars für den Film herausspringen.

Deutscher Kinostart: 17. Februar 2011
Regie: Tom Hooper
Schauspieler: Colin Firth, Helena Bomham, Geoffry Rush
Länge: 118 Minuten
Für Kinofreunde von: Henry VIII., Elizabeth

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Das Lied in mir

Maria (Jessica Schwarz) ist auf dem Wege nach Chile zu einem Schwimmwettbewerb. Am Flughafen von Buenos Aires hört sie ein spanisches Kinderlied, welches bei ihr extreme Gefühlswallungen auslöst. Dadurch verpasst sie ihren Anschlussflug und beschließt spontan in der Stadt zu bleiben. Kurze Zeit später kommt der Vater aus Deutschland nachgeflogen und eröffnet ihr das große Familiengeheimnis. Sie ist nicht die leibliche Tochter, sondern wurde vor knapp 30 Jahren in Buenos Aires adoptiert, da ihre Eltern damals von der argentinischen Militärdiktatur verschleppt wurde.

Der Hintergrund ist zwar sehr ernst, denn in den sieben Jahren der Diktatur sind mehr als 30.000 Menschen verschwunden, allerdings wirkt die Handlung hier sehr arg konstruiert. Schade eigentlich, denn das Thema an sich ist auf jeden Fall spannend und bewegend. “

Deutscher Kinostart: 10. Februar 2011
Regie: Florian Cossen
Schauspieler: Jessica Schwarz, Michael Gwisdek, Rafael Ferro
Länge: 95 Minuten
Buch zum Film:
Für Kinofreunde von: Lügen und Geheimnisse, Argentinien – Weltweit

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Poll

Mit einer Woche Verspätung komme ich erst jetzt dazu über den Kinofilm Poll zu berichten. Allerdings ist es immer noch rechtzeitig, da der Film erst heute anläuft und sich die Frage stellt, ob es wirklich etwas Berichtens wertes gibt?

Es wird die Geschichte der 14jährigen Oda von Siering erzählt, die aus Berlin zum Gut Poll ins russische Baltikum zu ihrem Vater kommt. Im Gepäck ist die tote Mutter und es ist das Jahr 1914 kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Für Oda ist es eine neue Erfahrung bei ihrem Vater zu sein und nach kurzer Zeit lernt sie einen estnischen Anarchisten kennen, der zum Tode verurteilt ist. Sie versorgt ihn heimlich und gibt ihm Unterschlupf. Damit beginnt ein Versteckspiel auf dem Gut Poll. Alles führt automatisch zu einem großen Showdown zum Ende des Filmes.

Wer ein Faible für lange, russische Dramen hat, der ist bei diesem Kinostück sicher gut aufgehoben. Ansonsten sollte man sich für die Abendunterhaltung lieber eine Alternative suchen.

Deutscher Kinostart: 3. Februar 2011
Regie: Chris Kraus
Schauspieler: Paula Beer, Edgar Selge, Tambet Tuisk
Länge: 129 Minuten
Für Kinofreunde von: Doktor Schiwago, Ein russischer Sommer

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Another Year

Tom (Jim Broadbent) und Gerry (Ruth Sheen) sind echte Gutmenschen. Sie sind ein älteres Ehepaar, haben beide einen guten Job und leben in einem schönen Häuschen in London. Um sie herum schwirren allerdings einige bedauernswerte Gestalten, die immer wieder gerne die Nähe von Tom und Gerry aufsuchen, da sie hier ein Gefühl von Verborgenheit und Liebe erhalten. Da wäre zum Beispiel Mary (Leslie Manville) als Arbeitskollegin von Gerry, die sich für ewig jung hält, immer Pech mit den Männern hat und definitiv zu viel Wein trinkt. Oder Ken (Peter Wright) als übergewichtiger Freund der Familie, dem die Einsamkeit zu schaffen macht.

Another Year wird in vier kleinen Episoden (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) über ein Jahr erzählt. Eigentlich ein Film ohne große Höhen und Tiefen, der zeigt was in einer Familie passiert. Mit 129 Minuten etwas langatmig, allerdings gleichen einige lustige Szenen diese Längen wieder aus.

Deutscher Kinostart: 27. Januar 2011
Regie: Mike Leigh
Schauspieler: Ruth Sheen, Jim Broadbent, Leslie Manville
Länge: 129 Minuten
Für Kinofreunde von: Lügen und Geheimnisse, Julie & Julia

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Black Swan

Nina (Natalie Portman) ist die nette und schüchterne Ballerina, die wirklich hart arbeitet um auch mal eine Chance für eine Hauptrolle zu bekommen. Der neue Regisseur Thomas Leroy (Vincent Cassel) macht Nina zur Primaballerina in Schwanensee. Allerdings muss sie hier in einer Doppelrolle auftreten, denn sie soll den weißen und den schwarzen Schwan verkörpern. Während sie mit ihrer zurückhaltenden Persönlichkeit den weißen Schwan perfekt spielen kann, so hat sie doch Defizite für den düsteren schwarzen Schwan. In der Balletgruppe lernt sie Lily (Mila Kunis) besser kennen, sie ist das genaue Gegenteil und wäre auch eine ideale Besetzung für die Rolle. Nina steigert sich immer mehr in ihre Rollen herein und Realität und Fiktion vermischen sich immer mehr hin zu Besessenheit.

Dieser Thriller ist sicher keine leichte Kost, aber die Bilder (ausgezeichnete Kamera) und die Musik bringen die Stimmungen eindrucksvoll dem Zuschauer nahe. Viele Szenen sind erschreckend, wer bereits von Darren Aronofsky den Film The Wrester gesehen hat, der kann sich jetzt eine gute Vorstellung davon machen. Durch das Publikum ging oft ein Stöhnen und Seufzen und für meine Geschmack waren einige Ausschnitte auch zu brutal dargestellt. Ein sehr zwiespältiger, aber auf jeden Fall ein guter Film für Freunde von Psychothrillern.

Deutscher Kinostart: 20. Januar 2011
Regie: Darren Aronofsky
Schauspieler: Natalie Portman, Vincent Cassel, Mila Kunis
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Misery, Die Hand an der Wiege

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We Want Sex

Zugegebenermaßen ist der Titel dieses Kinofilmes sehr irreführend, dies wird im Laufe des Filmes allerdings aufgeklärt. Jedoch hätte der Originaltitel mit „“Made in Dagenham““ dem deutschen Kinoschauer auch nicht viel gesagt. Der Kinofilm spielt in England der 60er Jahre. Schauplatz ist besagter Ort Dagenham, wo zu der Zeit eines der größten Ford-Werke steht, wo täglich 3000 Autos vom Band laufen. Dort arbeitet 55.000 Männer und 187 Frauen! Wie es zu der Zeit üblich ist werden diese jedoch viel schlechter bezahlt als die männlichen Kollegen. Das ist zwar heute teilweise auch noch so, aber zumindest ist theoretisch die gleiche Bezahlung von Mann und Frau gesetzlich verankert.

Allerdings wollen die Frauen diese Ungerechtigkeit nicht länger ertragen. Dies führt zum Streik unter der Leitung von Rita (Sally Hawkins). Es ist eine klassische David gegen Goliath Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Der Kinofilm wirkt an einigen Stellen zwar etwas schnulzig, aber er ist sehr liebevoll erzählt. Auch das Untermischen von Original-Szenen aus der Zeit unterstreicht die Authentizität diese wirklich sehenswerten Kinofilmes.“

Deutscher Kinostart: 13. Januar 2011
Regie: Nigel Coles
Schauspieler: Sally Hawkins, Bob Hoskins, Miranda Richardson
Länge: 113 Minuten
Für Kinofreunde von: Ganz oder gar nicht, Kalender Girls

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Das Labyrinth der Wörter

Herzlich willkommen in 2011 liebe Kinofreunde. Gérard Depardieu musste vermutlich Ende 2010 noch ein wenig Geld verdienen, denn anders ist es nicht zu erklären, dass er innerhalb von zwei Monaten in drei Kinofilmen zu sehen ist.

Im Labyrinth der Wörter geht es um eine Freundschaft zweier ungleicher Menschen, der „Dorftrottel“ Germain (Gérard Depardieu) und die gebildete Margueritte – mit zwei „t“. Ein schöner Film auch über die Freundschaft zur Literatur, allerdings ist hier das Buch vermutlich die bessere Wahl.

Deutscher Kinostart: 6. Januar 2011
Regie: Jean Becker
Schauspieler: Gérard Depardieu, Gisèle Casadesus, Jean-Francois Stevenin
Länge: 82 Minuten
Buch zum Film: Das Labyrinth der Wörter
Für Kinofreunde von: Mammuth, Die Eleganz der Madame Michel

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Drei

Hanna und Simon sind ein Paar um die 40, seit 20 Jahren zusammen und die Liebe ist auf Sparflamme. Eigentlich haben Sie alles was man sich wünschen kann, doch Hannah lernt bei der Arbeit einen Mann kennen und Simon lernt beim Schwimmen nicht nur einen Mann kennen, sondern entdeckt auch, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt. Aus diesen Seitensprüngen entsteht allerdings auch starke Zuneigung und Liebe. Die ganze Sache wird dadurch kompliziert, dass sich Hanna und Simon ausgerechnet in den gleichen Mann verliebt haben. Letztendlich läuft dies auf eine Dreiecksbeziehung hinaus.

Dieser Film ist leider recht langweilig erzählt, zeigt viel nackte Haut und bringt kaum Emotionen herüber. Die Handlung ist mehr als flüssig, nämlich überflüssig.

Deutscher Kinostart: 23. Dezember 2010
Regie: Tom Tykwers
Schauspieler: Sophie Rois, Sebastian Schipper, Devid Striesow
Länge: 119 Minuten
Für Kinofreunde von: Elementarteilchen, Nackt

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