Archiv der Kategorie Tragödie

Blue Valentine

Beziehungsdrama. Die Ehe von Dean und Cindy hat eigentlich ganz romantisch angefangen, doch nach sechs Jahren ist die Beziehung am Ende. Nur die gemeinsame Tochter gibt den beiden die Hoffnung, dass es noch klappt, aber leider vergebens.

Dieser Film spielt im Wechsel in der Gegenwart und vor sechs Jahren. Dabei zeigt sich, dass der Anfang vielleicht doch nicht so romantisch war, denn das Kind von Cindy ist von einem anderen, doch Dean steht dazu. In der Rückblende wird auch deutlich, dass sich die Eltern von Cindy eigentlich einen erfolgreichen Schwiegersohn für die Tochter wünschten. Dean ist jedoch nur Maler, doch glücklich mit seinem Job. Cindy würde gerne Ärztin werden und drängt auch Dean mehr aus sich zu machen. Na ja, ein recht überflüssiger Film und einen Filmausschnitt mit einer Abtreibung (die zum Schluss zwar abgebrochen wurde) will eigentlich keiner gerne sehen.

Deutscher Kinostart: 4. August 2011
Regie: Derek Cianfrance
Schauspieler: Ryan Gosling, Michelle Williams, Faith Wladyka
Länge: 112 Minuten
Für Kinofreunde von: Das gelbe Segel, Das Leuchten der Stille

Kino-Trailer:

Nader und Simin - Eine Trennung

Eigentlich wollte ich zunächst gar nicht über den Film schreiben, jedoch möchte ich auch keinen Film in diesem Blog auslassen. Der Kinofilm handelt um eine iranische Ehe, eine anschließende Trennung und die daraus resultierenden und dramatischen Folgen.

Ein langweiliger und unnötiger Film, der uns in Gesellschaftsstrukturen und Denkweisen des Mittelalters entführt. Keine Ahnung warum es bei der Berlinale einige Auszeichnungen und Publikumsbeifall gab. Doch ich vermutet, dass das Publikum freudig geklatscht hat, weil der Film endlich vorbei war.

Deutscher Kinostart: 14. Juli 2011
Regie: Asghar Farhadi
Schauspieler: Leila Hatami, Peyman Moadi
Länge: 123 Minuten
Für Kinofreunde von: Der Kreis, Reise nach Kandahar

Kino-Trailer:

Der Mann der über Autos sprang

Ein Roadmovie der speziellen Art aus Deutschland. Julian (Robert Stadlober) flüchtet aus einer Nervenklinik in Berlin. Er macht sich zu Fuß auf den Weg nach Tuttlingen zum kranken Vater eines Freundes. Warum er in der Klinik war und er die weite Strecke nicht per Auto oder Zug zurücklegt ist zunächst unklar. Bei seiner Wanderung trifft er auf die Ärztin Ju (Jessica Schwarz), die sich der Wanderung anschließt. Auch Jan (Martin Feifel) ein Polizist aus Berlin heftet sich den beiden an die Fersen, allerdings mit dem Auto, denn er hat die Aufgabe Jan wieder in die Klinik zu bringen.

Eine langsame und ruhige Geschichte, die viele Fragen offen lässt. Schöne Bilder aus Deutschland und lustige Wendungen machen diesen Kinofilm zu einem besonderen Ereignis.

Deutscher Kinostart: 2. Juni 2011
Regie: Nick Baker-Monteys
Schauspieler: Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Martin Feifel
Länge: 105 Minuten
Für Kinofreunde von: Die Zeit, die man Leben nennt, Sommersturm

Kino-Trailer:

Barfuss auf Nacktschnecken

Es geht um ein scheinbar ungleiches Schwesternpaar. Clara (Diane Kruger) hat Jura studiert und wohnt mit ihrem Mann in Paris. Lily (Ludivine Sagnier) ist irgendwie nicht ganz richtig im Kopf und wohnt mit der Mutter auf dem Land. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter zieht Clara zunächst zu ihrer Schwester, um sich um sie zu kümmern. Trotz vieler Streitigkeiten verbindet die beiden ein starkes Band. Clara nutzt die Gelegenheit, um über ihr bisheriges Leben nachzudenken.

Ein Film mit tiefen Gefühlen und einem starken Hang zur Natur. Am Anfang ist der Handlung etwas anstrengend, aber man wird mit zum Schluss mit einem mal ganz anderen Happy End beglückt.

Deutscher Kinostart: 5. Mai 2011
Regie: Fabienne Berthaud
Schauspieler: Diane Kruger, Ludivine Sagnier, Denis Ménchot
Länge: 103 Minuten
Für Kinofreunde von: Die zweigeteilte Frau, Swimming Pool

Kino-Trailer:

Willkommen bei den Rileys

Doug und Lois sind schon seit knapp 30 Jahren verheiratet. Alles ist im Trott und seit dem Unfalltod der Tochter vor acht Jahren ist die Freude aus dem Leben verschwunden. Selbst der Grabstein mit den eigenen Namen ist schon gekauft. Als Doug bei einem Kongress in New Orleans die junge Stripperin Mallory kennenlernt, will er Versäumtes nachholen. Er beschließt ihr väterlicher Freund zu werden und möchte Mallory helfen, um aus dem Sumpf der Prostitution zu entkommen. Dies ist natürlich nicht so einfach wie erhofft. Als dann noch Lois hinzukommt entwickelt sich eine interessante Dreiecksbeziehung (ohne sexuellen Hintergrund).

Eine traurige und schön erzählte Geschichte über Hoffnungslosigkeit und Sehnsüchte.

Deutscher Kinostart: 7. April 2011
Regie: Jake Scott
Schauspieler: James Gandolfini, Kirstin Stewart, Melissa Leo
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Das gelbe Segel, Fish Tank

Kino-Trailer:

In einer besseren Welt

In diesem Kinofilm geht es um zwei Familien, wo sich die beiden Söhnen näher kennen lernen. Der eine wird in der Schule von seinen Mitschülern gehänselt und der andere ist selbstbewusst und nimmt das Recht ganz gerne selbst in seine Hand. Dabei stellt sich schon am Anfang die Frage, ob Gewalt gerechtfertigt ist, um noch mehr Gewalt zu verhindern oder wird dadurch womöglich noch mehr Gewalt ausgelöst? Auch Anton (der eine Vater) muss sich die Frage stellen, obwohl er gegen Gewalt ist. Gerade wenn er seine Arbeit als Arzt in Kenia ausübt wird er mit diesem Gewissenkonflikt konfrontiert als er einen sehr gewalttätigen Warlord gegen den Willen der Bevölkerung verarzten soll.

Ein Film der unter die Haut geht. Am Ende bleiben aber mehr Fragen offen als das Fragen beantwortet werden. Aber vielleicht will der Film auch das einfach nur bewirken?

Deutscher Kinostart: 17. März 2011
Regie: Susanne Bier
Schauspieler: Trine Dyrnholm, Ulrich Thomson, Mikael Perbrandt
Länge: 113 Minuten
Für Kinofreunde von: Open Hearts, Das Fest

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Biutiful

Uxbal (Javiar Bardem) ist ein Krimineller in Barcelona. Als er erfährt, dass er Krebs hat und nur noch wenige Monate zu leben hat, will er Vorsorge treffen für die Zeit nach seinem Tod. Allerdings gestaltet sich dies gar nicht so einfach und er macht die Sachen teilweise nur noch schlimmer. Ein bedrückender Film, der die Aussichtslosigkeit der Leute im Untergrund zeigt.

Im Vergleich zu den drei anderen Filmen (Amores perros, 21 Gramm und Babel) von Alejandro Gonzáles Inárritu ist dieser leider der Schlechteste. Man quält sich durch den Film und hofft, dass er endlich zum Ende kommt. Na ja, diese Quälerei macht diesen Kinofilm für echte Kritiker offensichtlich interessant, allerdings kann ich diesen Film definitiv nicht weiterempfehlen.

Deutscher Kinostart: 10. März 2011
Regie: Alejandro Gonzáles Inárritu
Schauspieler: Javiar Bardem, Karra Elejalde, Blanca Portillo
Länge: 147 Minuten
Für Kinofreunde von: Amores perros, Gomorrha

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True Grit

Ein typischer Western in bester Coen-Machart. Einfache Story, verrückte Charakteren und trockene Dialoge. True Grit ist die Neuverfilmung des Western Der Marshal mit John Wayne aus dem Jahre 1969. Die 14jährige Mattie Ross (Haliee Steinfeld) will den Tod ihres Vaters rächen. Dafür heuert sie den versoffenen US Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um die Mörder Chaney zu stellen. Ihnen schließt sich noch der Texas Ranger LaBoeuf an, der auch Chaney wegen Mordes jagt.

Ein gut gemachter Western, nicht mehr und nicht weniger. Aus der heutigen Sicht wirken die Filme über diese Zeit fast wie Komödien. Dies kommt wohl auch daher, dass die Dialoge oft sehr direkt und nüchtern erscheinen. Spannend bleibt auf jeden Fall, wie viele Oscars der Film erhält? ”

Deutscher Kinostart: 24. Februar 2011
Regie: Ethan und Joel Coen
Schauspieler: Haliee Steinfeld, Jeff Bridges, Matt Damon
Länge: 110 Minuten
Buch zum Film: True Grit
Für Kinofreunde von: Der Marshal, El Dorado

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The King’s Speech

Albert Frederick Arthur George (Colin Firth) stottert schon seit seiner frühsten Kindheit. Viele Versuche mit Sprachtherapeuten scheitern und an einem gewissen Punkt glaubt er selbst nicht mehr an Heilung. Da er als Bruder von Königs Eduard VIII. nur in zweiter Reihe in der Öffentlichkeit steht, kann er mit dem Makel leben. Kleine Erfolge zeigen sich mit dem ungewöhnlichen Therapeuten Logue, der mit teilweise fragwürdigen Methoden der Quelle des Stotterns auf die Spur kommt. Nachdem Eduard VIII. abdankt muss Albert seinen Platz einnehmen und wird König GeorgeVI. Fast zeitgleich bricht der Krieg gegen Deutschland aus und das englische Volk braucht nun die Stimme des Königs. Für GeorgeVI. und Logue bleibt nun nicht mehr viel Zeit für die Vorbereitung der ersten und sehr wichtigen Radioansprache an das englische Empire.

Ein wirklich schön erzählter Film mit viel Humor und guter klassischer Musik im Hintergrund. Allerdings ist meiner Meinung nach der Hype um diesen Film etwas übertrieben und ich glaube auch nicht, dass tatsächlich so viele Oscars für den Film herausspringen.

Deutscher Kinostart: 17. Februar 2011
Regie: Tom Hooper
Schauspieler: Colin Firth, Helena Bomham, Geoffry Rush
Länge: 118 Minuten
Für Kinofreunde von: Henry VIII., Elizabeth

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Das Lied in mir

Maria (Jessica Schwarz) ist auf dem Wege nach Chile zu einem Schwimmwettbewerb. Am Flughafen von Buenos Aires hört sie ein spanisches Kinderlied, welches bei ihr extreme Gefühlswallungen auslöst. Dadurch verpasst sie ihren Anschlussflug und beschließt spontan in der Stadt zu bleiben. Kurze Zeit später kommt der Vater aus Deutschland nachgeflogen und eröffnet ihr das große Familiengeheimnis. Sie ist nicht die leibliche Tochter, sondern wurde vor knapp 30 Jahren in Buenos Aires adoptiert, da ihre Eltern damals von der argentinischen Militärdiktatur verschleppt wurde.

Der Hintergrund ist zwar sehr ernst, denn in den sieben Jahren der Diktatur sind mehr als 30.000 Menschen verschwunden, allerdings wirkt die Handlung hier sehr arg konstruiert. Schade eigentlich, denn das Thema an sich ist auf jeden Fall spannend und bewegend. ”

Deutscher Kinostart: 10. Februar 2011
Regie: Florian Cossen
Schauspieler: Jessica Schwarz, Michael Gwisdek, Rafael Ferro
Länge: 95 Minuten
Buch zum Film:
Für Kinofreunde von: Lügen und Geheimnisse, Argentinien - Weltweit

Kino-Trailer: