Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben

Mit der 5ten Folge der Action-Filmserie „Stirb langsam“ meldet sich der New Yorker Polizist John McClane (Bruce Willis) eindrucksvoll zurück. Der erste Kinofilm der Serie ist übrigens schon vor 25 Jahren in den Kinos gelaufen. Der aktuelle Film muss sich hinsichtlich Action und Spannung aber nicht verstecken. In diesem Film bestreitet John McClane seine Abenteuer mit seinem Filmsohn Jack (Jai Courtney), der als Geheimagent in Moskau eingesetzt ist.

Eingefleischte Action-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Viel Ballerei und ein Haufen demolierte Autos sorgen für vergnügliche zwei Stunden Kinofreude. In diesem Sinne: Jippieyayeh Schweinebacke!

Deutscher Kinostart: 14. Februar 2013
Regie: John Moore
Schauspieler: Bruce Willis, Jai Courtney, Cole Hauser
Länge: 98 Minuten
Buch zum Film:
Für Kinofreunde von: Stirb langsam Reihe, Lethal Weapon

Kino-Trailer:

Der Vorname

Endlich schaffe ich es nach über einem Monat über den Kinofilm „Der Vorname“ zu berichten. Dies lag aber nicht in der Tatsache begründet, dass der Film schlecht war. Ganz im Gegenteil, denn es ist eine heitere Komödie mit viel Biss und Wortwitz.

In einer lockeren Runde treffen sich ein paar Mittvierziger gemeinsam zum Essen. Dabei schockt Vincent die Runde mit seiner Namenswahl für ihr Baby. Im Rahmen dieser ganzen Diskussionen und Streitereien treten plötzlich noch einige Geheimnisse ans Licht. Es ist wirklich ein Feuerwerk an Pointen und Doppeldeutigkeiten.

Deutscher Kinostart: 2. August 2012
Regie: Alexandre de La Patellière, Matthieu Delaporte
Schauspieler: Patrick Bruel, Valerie Benguigui, Charles Berling
Länge: 109 Minuten
Für Kinofreunde von: Der Gott des Gemetzels, Das Fest

Kino-Trailer:

Drive

Diese Woche war die Sneak Preview schon wieder bis auf den letzten Platz ausverkauft, wirklich unglaublich. Allerdings ist auch die Meldung unglaublich, dass das Atlantis Kino im März 2012 seine Tore schließt und damit eine lange Sneak-Tradition in einem sehr schönen Kino endet.

Nun aber zurück zum Film, in dem der schweigsame Driver einen Job als Automechaniker, Stuntman und Fluchtautofahrer hat. Durch einen verpatzten Raubüberfall hat er plötzlich die ganze Mafia als Feind und dabei wollte er mit diesem Deal doch eigentlich nur seiner Nachbarin helfen.

Dieser Film hat verdient in Cannes in der Rubrik Beste Regie gewonnen. Ansonsten lebt der Film von einer besonderen Spannung und Action. Die Schauspieler scheinen in ihren Rollen aufzugehen und trotz der Action ist die Story sehr liebevoll. Jedoch sind einige Ausschnitte äußerst brutal und da sollten die Zartbesaiteten auf jeden Fall die Augen schließen. Ein Höhepunkt ist sicherlich noch der Soundtrack, der ganz stark zu der tollen Atmosphäre beiträgt. Über das Ende sollte sich jeder sein eigenes Bild machen…

Deutscher Kinostart: 26. Januar 2012
Regie: Nicolas Winding Refn
Schauspieler: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston
Länge: 101 Minuten
Buch zum Film: Driver
Für Kinofreunde von: Fast & Furious, Transporter

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Die Haut, in der ich wohne

Eine wirre Geschichte mit einem verrückten Schönheitschirurgen (meisterhaft gespielt von Antonio Banderas), der sich nach dem Unfalltod seiner Frau ein eigenes Wessen schafft. Dabei ist das Opfer ausgerechnet der vermeintliche Vergewaltiger seiner Tochter, die nach der Tat den Selbstmord sucht. Dabei geht der Wissenschaftler ruhig und bedächtig vor, man kann ihm den Wahnsinn kaum ansehen.

Eine moderne Frankenstein-Geschichte mit überraschenden Elementen. So muss gutes und intelligentes Kino sein.

Deutscher Kinostart: 20. Oktober 2011
Regie: Pedro Almodóvar
Schauspieler: Antonio Banderas, Elena Anaya, Marisa Paredes
Länge: 125 Minuten
Buch zum Film: Die Haut, in der ich wohne
Für Kinofreunde von: Sprich mit ihr, Dieses obskure Objekt der Begierde

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Sommer in Orange

Anfang der 80iger Jahre verschlägt es eine Baghwan-WG aus Berlin nach Bayern um eine Kommune zu eröffnen. Im kleinen Ort Thalbichl prallen damit zwei Kulturen aufeinander, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Der Film wird aus der Sicht der 12-jährigen Lili erzählt, die eigentlich nur ein ganz normales Dorfleben führen möchte. Allerdings träumt die Mutter eher von einem Leben in Oregon ganz nah bei ihrem Guru.

Ein sehr lustiger Film mit interessanten Ideen. Allerdings kann man bei aller Freude nicht den ernsten Hintergrund vergessen, denn für die 12-Jährige Lili ist dieses Leben mit den Baghwan-Lüngern nicht wirklich lustig.

Deutscher Kinostart: 18. August 2011
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Schauspieler: Petra Schmidt-Schaller, Georg Friedrich, Brigitte Hobmeier
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Wer früher stirbt ist länger tot, David wants to fly

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Der Mann der über Autos sprang

Ein Roadmovie der speziellen Art aus Deutschland. Julian (Robert Stadlober) flüchtet aus einer Nervenklinik in Berlin. Er macht sich zu Fuß auf den Weg nach Tuttlingen zum kranken Vater eines Freundes. Warum er in der Klinik war und er die weite Strecke nicht per Auto oder Zug zurücklegt ist zunächst unklar. Bei seiner Wanderung trifft er auf die Ärztin Ju (Jessica Schwarz), die sich der Wanderung anschließt. Auch Jan (Martin Feifel) ein Polizist aus Berlin heftet sich den beiden an die Fersen, allerdings mit dem Auto, denn er hat die Aufgabe Jan wieder in die Klinik zu bringen.

Eine langsame und ruhige Geschichte, die viele Fragen offen lässt. Schöne Bilder aus Deutschland und lustige Wendungen machen diesen Kinofilm zu einem besonderen Ereignis.

Deutscher Kinostart: 2. Juni 2011
Regie: Nick Baker-Monteys
Schauspieler: Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Martin Feifel
Länge: 105 Minuten
Für Kinofreunde von: Die Zeit, die man Leben nennt, Sommersturm

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True Grit

Ein typischer Western in bester Coen-Machart. Einfache Story, verrückte Charakteren und trockene Dialoge. True Grit ist die Neuverfilmung des Western Der Marshal mit John Wayne aus dem Jahre 1969. Die 14jährige Mattie Ross (Haliee Steinfeld) will den Tod ihres Vaters rächen. Dafür heuert sie den versoffenen US Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um die Mörder Chaney zu stellen. Ihnen schließt sich noch der Texas Ranger LaBoeuf an, der auch Chaney wegen Mordes jagt.

Ein gut gemachter Western, nicht mehr und nicht weniger. Aus der heutigen Sicht wirken die Filme über diese Zeit fast wie Komödien. Dies kommt wohl auch daher, dass die Dialoge oft sehr direkt und nüchtern erscheinen. Spannend bleibt auf jeden Fall, wie viele Oscars der Film erhält? “

Deutscher Kinostart: 24. Februar 2011
Regie: Ethan und Joel Coen
Schauspieler: Haliee Steinfeld, Jeff Bridges, Matt Damon
Länge: 110 Minuten
Buch zum Film: True Grit
Für Kinofreunde von: Der Marshal, El Dorado

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