Marcello Marcello

Eine romantische Liebeskomödie, die in der 50er Jahren auf einer italienischen Insel spielt. In dem verträumten Inseldorf gibt es eine alte Tradition, denn wenn ein Mädchen 18 Jahre alt wird, dann darf ein Junge des Dorfes die Auserwählte zum Rendezvous einladen. Allerdings entscheidet der Vater darüber und zwar aufgrund der Tatsache, welcher Junge dem Vater das schönste Präsent überreicht hat. Meist ist die baldige Hochzeit im Anschluss sicher, das war schon immer so. Der Fischersohn Marcello hat eine gute Idee für ein Geschenk, denn er will sich mit Elena der Tochter des Bürgermeisters treffen. Jedoch ist es nicht so einfach an das Geschenk heranzukommen und so muss Marcello viele Wege gehen und Aufgaben lösen, um an sein Ziel zu kommen.

Obwohl der Film ein paar witzige Szenen hat, kann er in der Gesamtheit leider nicht überzeugen. Für hoffnungslose Romantiker ist es allerdings ein Muss. Denn wo Wasser ist, da ist auch Leben und wo Leben ist, da ist auch Liebe…

Deutscher Kinostart: 10. Juni 2010
Regie: Denis Rabaglia
Schauspieler: Franceesco Mistichelli, Elena Cucci
Länge: 97 Minuten
Buch zum Film: Marcello und der Lauf der Liebe
Für Kinofreunde von: Das Leben ist schön, Der Zauber von Malèna

Kino-Trailer:

Der fantastische Mr. Fox

Mr. Fox ist ein wirklich liebenswerter Fuchs, der allerdings das Stehlen nicht lassen kann. Nachdem er seiner Frau das Versprechen gab nach der Geburt des Sohnes die Gaunereien zu lassen, verfällt er wieder seinem wilden Treiben. Allerdings legt es sich diesmal mit den Großbauern Bean, Boggis und Bounce an und diese wollen nun Rache. Dabei geht es aber auch den anderen Tieren aus der Umgebung an den Kragen. Mr. Fox muss nun ein Schlaufuchs sein und nicht nur seinen entführten Neffen retten, sondern alle Tiere.

Dem Regisseur Wes Anderson (Die Royal Tenenbaums) ist es wirklich gelungen die Geschichte von Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik) in tollen Bildern umzusetzen. Dieser in Stop-Motion gedrehte Animationsfilm überzeugt durch liebevolle Tiere und Ideen und ist frei von Computeranimationen. Viele lustige Sprüche runden diesen Kinofilm ab, der wirklich sehenswert für jung und alt ist.

Deutscher Kinostart: 13. Mai 2010
Regie: Wes Anderson
Schauspieler: Stofftiere
Länge: 87 Minuten
Buch zum Film: Der fantastische Mr. Fox
Für Kinofreunde von: Wallace & Gromit, Chicken Run

Kino-Trailer:

I love you Phillip Morris

Die Vorschau zu diesem Film hatte ich gefühlt schon 50 mal gesehen. Zunächst dachte ich, dass ein Film über ein schwules Pärchen mit dem Schauspieler Jim Carrey (zappelnde Grinsebacke) nichts werden kann, aber da auf der anderen Seite Ewan McGregor spielt, wollte ich dem Film zumindest eine Chance geben.

Der Kinofilm soll auf einer wahren Geschichte beruhen, wo Steven Russell (Jim Carrey) als toller Familienvater nach einem Autounfall plötzlich ein schwules Leben führen will. Doch er merkt, dass sein Lebensstil recht teuer ist und nach einigen Gaunereien landet er im Knast, wo er Phillip (Ewan McGregor) kennenlernt. Die beiden werden zu einem unzertrennlichen Liebespaar.

Anfangs war der Film tatsächlich recht witzig, allerdings wurde er sehr schnell nur noch langweilig und plump. Ich fand es auch nicht wirklich komisch, wenn in einem Film der Selbstmord als alles lösende Mittel verkauft wird. Wenn Ewan McGregor diesen Film nicht mit seiner schauspielerischen Leistung aufgewertet hätte, dann hätte ich dem Film nur einen Kinopunkt gegeben. Es ist jedenfalls verständlich, warum der Film sehr lange gebraucht hat, um überhaupt einen Verleih zu finden.

Deutscher Kinostart: 29. April 2010
Regie: Glenn Ficcara, John Requa
Schauspieler: Jim Carrey, Ewan McGregor
Länge: 102 Minuten
Buch zum Film: I Love You Phillip Morris
Für Kinofreunde von: Vergiss mein nicht, Die Truman Show

Kino-Trailer:

Vincent will Meer

Vincent (Florian David Fitz) leidet unter dem sogenannten Tourette-Syndrom, wo der Körper unkontrolliert verbal und motorisch reagiert. Als seine Mutter stirbt, will sein Vater (Heino Ferch) ihn in einem Therapiezentrum einweisen. Dort lernt er Marie (Karoline Herfurth), die an Magersucht leidet, und Alexander seinen Mitbewohner und Zwangsneurotiker kennen. Dieses ungleiche Trio verschwindet eines Nachts mit einem gestohlenen Auto und dem Ziel ans Meer zu fahren. An deren Fersen heftet sich die Kliniktherapeutin Dr. Rose und der Vater von Vincent. Genau an dieser Stelle beginnt ein herrlich überdrehtes Road-Movie unter anderem auch mit schönen Bildern aus den Bergen.

Trotz des schwierigen Themas mit vielen Krankheiten ist hier eine wunderbare Tragikomödie mit viel Humor entstanden. Zusätzlich schafft der Film auf einer spielerischen Art dem Zuschauer die drei unterschiedlichen Krankheitsbilder näher zu bringen.

Deutscher Kinostart: 22. April 2010
Regie: Ralf Huettner
Schauspieler: Florian David Fitz, Karoline Herfurth, Heino Ferch
Länge: 91 Minuten
Für Kinofreunde von: Knockin‘ on Heaven’s Door, Das Beste kommt zum Schluss

Kino-Trailer:

Schwerkraft

Endlich wieder ein Film mit Jürgen Vogel und einer Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben ist. Er spielt den Ex-Knacki Vince, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und den Traum einer eigenen Musikkneipe hat. Durch Zufall trifft er seinen alten Freund Frederik (Fabian Heinrichs), der erfolgreich in einer Bank arbeitet und noch seiner verflossenen Liebe hinterher trauert. Nach einem schweren Zwischenfall mit einem Kunden ist er allerdings aus seiner Bahn geworfen und die beiden ungleichen Männer machen nun mehr gemeinsam. Ab diesem Punkt wird dem Zuschauer schon klar, dass das alles nicht gut enden kann, theoretisch aber noch viel Platz für ein Happy End ist. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, außer der Tatsache, dass es trotz der eigentlich traurigen Geschichte ein Kinofilm mit sehr viel Humor und Action ist.

Sicherlich einer der besten deutschen Filme der letzten Zeit und ein Muss für Vogel-Fans. Nicht zu vergessen ist der wirklich gute Soundtrack zu Schwerkraft, wo man gerne den Kino-Abspann bis zur letzten Sekunde genießt.

Deutscher Kinostart: 25. März 2010
Regie: Maximilian Erlenwein
Schauspieler: Jürgen Vogel, Fabian Heinrichs, Nora von Waldstädten
Länge: 100 Minuten
Für Kinofreunde von: Ein Freund von mir, Die fetten Jahre sind vorbei

Kino-Trailer:

Männer die auf Ziegen starren

Alleine der Filmtitel verspricht schon eine schräge Story und genau dies wird dem Kino-Zuschauer geboten. Die Geschichte soll auf einen Tatsachenroman von Jon Ronson bestehen, aber auch das wirkt unglaublich. Im Film geht es um den Reporter Bob (Ewan McGregor), der 2003 bei der Berichterstattung im Irak den seltsamen Lyn Cassedy (George Clooney) kennenlernt. Dabei stellt sich heraus, dass er ein Ex-Mitglied der geheimen Spezialeinheit „New Earth Army“ war. Deren Aufgabe war die neue Kriegsführung mit Psychotricks wie Gedankenlesen, durch die Wände gehen und auch das Töten durch Blicke. Während ihrer Reise durch die Wüste wird immer mehr um die damalige Hippie-Einheit bekannt und der Film strotzt vor durch geknalltem Humor. Der Film hätte auch durchaus „Soldaten auf LSD“ oder „Das Schweigen der Ziegen“ heißen können. Die drei Schauspieler George Clooney, Ewan McGregor und Jeff Bridges sind mir sowieso recht sympathisch und sie spielen ihre Rollen brillant. Zu Kevin Spacey kann ich keine rechte Meinung aufstellen, da er nicht gerade zu meinen Lieblingsschauspielern zählt. Wer gerne lacht, der kommt mit den Männern und Ziegen voll auf seine Kosten.
    
Deutscher Kinostart: 4. März 2010
Regie: Grant Heslov
Schauspieler: George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey
Länge: 90 Minuten
Buch zum Film: Männer die auf Ziegen starren
Für Kinofreunde von: Burn After Reading, Brügge sehen… und sterben?
 
Kino-Trailer: