Der fantastische Mr. Fox

Mr. Fox ist ein wirklich liebenswerter Fuchs, der allerdings das Stehlen nicht lassen kann. Nachdem er seiner Frau das Versprechen gab nach der Geburt des Sohnes die Gaunereien zu lassen, verfällt er wieder seinem wilden Treiben. Allerdings legt es sich diesmal mit den Großbauern Bean, Boggis und Bounce an und diese wollen nun Rache. Dabei geht es aber auch den anderen Tieren aus der Umgebung an den Kragen. Mr. Fox muss nun ein Schlaufuchs sein und nicht nur seinen entführten Neffen retten, sondern alle Tiere.

Dem Regisseur Wes Anderson (Die Royal Tenenbaums) ist es wirklich gelungen die Geschichte von Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik) in tollen Bildern umzusetzen. Dieser in Stop-Motion gedrehte Animationsfilm überzeugt durch liebevolle Tiere und Ideen und ist frei von Computeranimationen. Viele lustige Sprüche runden diesen Kinofilm ab, der wirklich sehenswert für jung und alt ist.

Deutscher Kinostart: 13. Mai 2010
Regie: Wes Anderson
Schauspieler: Stofftiere
Länge: 87 Minuten
Buch zum Film: Der fantastische Mr. Fox
Für Kinofreunde von: Wallace & Gromit, Chicken Run

Kino-Trailer:

Kampf der Titanen

30 Jahre nach dem Vorgänger Kampf der Titanen mit Sir Laurence Oliver und Ursula Andress wagt sich nun Louis Leterrier (Transporter) an eine Neuverfilmung. Diesmal in 3D mit reichlich Stars, Effekte und Action. Es ist auch tatsächlich ein großes Leinwand-Spektakel entstanden, wobei die Story allerdings etwas dünn erscheint. Ich habe sowieso den Verdacht, dass zur Zeit die 3D-Technik ein wenig von schlechten Umsetzungen der Geschichten ablenkt.

Beim Kampf der Titanen muss Perseus (Sam Worthington bestens bekannt aus Avatar und Terminator 4) gegen die Unterwelt ankämpfen. Dabei spielt der Sohn des Zeus eine wahrlich starke Rolle und die Kampf-Szenen sind wirklich gut und spannend umgestzt. Ich bin persönlich zwar kein Freund von Geschichten der griechischen Mythologie, aber in diesem Kinofilm wird die Götterwelt auf jeden Fall verständlich und interessant dargestellt. 

Deutscher Kinostart: 8. April 2010
Regie: Louis Leterrier
Schauspieler: Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes
Länge: 106 Minuten
Für Kinofreunde von: Troja, 300

Kino-Trailer:

Chloe

Liebe, Eifersucht und Verführung ist der Untertitel vom neuen Kinofilm des Regisseurs Atom Egoyan und diese Beschreibung ist wirklich sehr passend. David (Liam Neeson) ein Musikprofessor und seine Frau Cathrine (Julianne Moore) als Ärztin haben eigentlich alles was man sich wünschen kann. Beide sind erfolgreich, wohlhabend und wohnen in einem schönen Haus mit ihrem 17jährigen Sohn Michael. Doch irgendwie passt alles nicht mehr so wirklich und die große Liebe vom Anfang ist auch nicht mehr da. Durch einen Zufall lernt Cathrine die Edelhure Chloe (Amanda Seyfried) kennen und erteilt ihr den Auftrag zu testen, ob ihr Mann David sie betrügen würde. Aus diesem Test heraus entsteht allerdings eine verhängnisvolle Affäre zwischen den beiden Frauen.

Der Film fesselt von Anfang an und Amanda Seyfried verkörpert perfekt den blonden Engel und Teufel in einer Person. Obwohl einige Dinge schon im Voraus klar scheinen, bietet die Story einige Überraschungen und Wendungen.

Deutscher Kinostart: 22. April 2010
Regie: Atom Egoyan
Schauspieler: Amanda Seyfried, Liam Neeson, Julianne Moore
Länge: 96 Minuten
Für Kinofreunde von: Eine Verhängnisvolle Affäre, Tatsächlich Liebe

Kino-Trailer:

Vincent will Meer

Vincent (Florian David Fitz) leidet unter dem sogenannten Tourette-Syndrom, wo der Körper unkontrolliert verbal und motorisch reagiert. Als seine Mutter stirbt, will sein Vater (Heino Ferch) ihn in einem Therapiezentrum einweisen. Dort lernt er Marie (Karoline Herfurth), die an Magersucht leidet, und Alexander seinen Mitbewohner und Zwangsneurotiker kennen. Dieses ungleiche Trio verschwindet eines Nachts mit einem gestohlenen Auto und dem Ziel ans Meer zu fahren. An deren Fersen heftet sich die Kliniktherapeutin Dr. Rose und der Vater von Vincent. Genau an dieser Stelle beginnt ein herrlich überdrehtes Road-Movie unter anderem auch mit schönen Bildern aus den Bergen.

Trotz des schwierigen Themas mit vielen Krankheiten ist hier eine wunderbare Tragikomödie mit viel Humor entstanden. Zusätzlich schafft der Film auf einer spielerischen Art dem Zuschauer die drei unterschiedlichen Krankheitsbilder näher zu bringen.

Deutscher Kinostart: 22. April 2010
Regie: Ralf Huettner
Schauspieler: Florian David Fitz, Karoline Herfurth, Heino Ferch
Länge: 91 Minuten
Für Kinofreunde von: Knockin‘ on Heaven’s Door, Das Beste kommt zum Schluss

Kino-Trailer:

A Single Man

Der Trailer zu dem Film wirkt zunächst verwirrend und auch am Anfang von A Single Man weiss man noch nicht so wirklich, wo dran man ist. Jedoch gelingt es dem bekannten Modedesinger Tom Ford den Roman von Christopher Isherwood in starken Bildern umzusetzen. 

Colin Firth spielt den Literaturprofessor George Falconer an einem College in L.A. im Jahr 1962. Bislang konnte ich mich für Colin Firth nie recht begeistern und ich musste bei ihm immer an Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück denken. Allerdings hat er mich hier sehr positiv überrascht und die Nominierung für den Oscar als bester Hauptdarsteller ist mehr als berechtigt. Der Film erzählt vom möglicherweise letzten Tag von George Falconer, der nach dem Tod seines Lebenspartners Jim mehrere Monate mit dem Verlust und der Trauer kämpfen musste. Die einzige Ansprechpartnerin und Freundin für ihn, ist die trinksüchtige Charley (Julianne Moore), jedoch findet er hier auch keinen Trost.

Sicherlich kein Film, der gute Laune verbreitet, aber die Umsetzung der schwierigen Themen Liebe und Verlust wurde sehr gewaltig und bildreich arrangiert. Übrigens ist es doch immer wieder schön Eindrücke aus den 60er Jahren zu sehen, als der Einkauf von Waffen und Patronen sowie das Rauchen noch normal war.

Deutscher Kinostart: 8. April 2010
Regie: Tom Ford
Schauspieler: Colin Firth, Julianne Moore
Länge: 101 Minuten
Buch zum Film: Der Einzelgänger  
Für Kinofreunde von: Blue Velvet, Brokeback Mountain

Kino-Trailer:

Der Ghostwriter

Dieser Film ist nach dem Buch von Robert Harris, der ein wahrer Meister für spannende politische Unterhaltung ist. So ist zum Beispiel sein Buch Vaterland seit fast zwei Jahrzehnten ein Bestseller. Leider kam ich erst einen Monat nach Kinostart dazu den Film zu sehen, doch es hat sich auf jeden Fall gelohnt. In diesem Thriller geht es um einen britischen Ex-Premier (eine Paraderolle für Pierce Brosnan), der mit Hilfe eines Ghostwriters (Ewan McGregor) seine Memoiren herausbringen möchte. Jedoch stößt er beim Aufenthalt auf der Ferieninsel des Politikers auf mehr und mehr dunkle und gefährliche Geheimnisse. Übrigens kam von meiner Sitznachbarin im Kino ein lustiger Spruch als Ewan McGregor für seinen vierwöchigen Aufenthalt auf die Insel kam: „Was! Der hat nur so einen kleinen Koffer für vier Wochen?“.
Der Regie-Altmeister Roman Polanski hat uns zumindest zwei Stunden gute Unterhaltung geboten.

Deutscher Kinostart: 18. Februar 2010
Regie: Roman Polanski
Schauspieler: Pierce Brosnan, Ewan McGregor, Kim Cattrall
Länge: 108 Minuten
Buch zum Film: Der Ghostwriter
Für Kinofreunde von: Verblendung, 96 Hours

Kino-Trailer: