Wer weiß, wohin?

Irgendwo in einem kleinen Dorf im Libanon. Christen und Muslime leben mehr oder minder friedlich zusammen, weil die Dorfbewohner nichts von den religiösen Spannungen in der Welt mitbekommen. Allerdings sickern mehr und mehr Informationen durch und mit dem Frieden im Dorf ist es nun vorbei. Jedoch versuchen die Frauen dies mit allen möglichen Tricks zu verhindern.

Ein typischer Sneak-Film. Man vermutet zuerst das Schlimmste, aber man wird dann doch positiv überrascht. Leider war dies die letzte Sneak Preview im Atlantis-Kino, denn dieses Kino hat am 25. März 2012 die allerletzte Vorstellung. Damit schließt ein Münchener Traditionskino nach 56 Jahren. Wirklich schade, doch glücklicher Weise geht die Sneak im City-Kino weiter.

Deutscher Kinostart: 22. März 2012
Regie: Nadine Labaki
Schauspieler: Layla Hakim, Nadine Labaki, Yvonne Maalouf
Länge: 100 Minuten
Für Kinofreunde von: Caramel, Geh und lebe

Kino-Trailer:

Dame König As Spion

Ein klassischer Agententhriller aus England zu Zeiten des kalten Krieges. Hier war Agententätigkeit noch Schwerstarbeit ohne Computer und Handys. Viele Männer in grauen Anzügen entscheiden teils abgekoppelt vom Gesetz über Recht und Unrecht.

Ein Kinofilm ohne große Spezialeffekts, aber dafür mit großen Namen an Schauspielern. Doch dies reicht leider nicht aus, um diesen Film wirklich sehenswert zu machen. Übrigens ist meine (unbekannte) Kinonachbarin während des Filmes eingeschlafen und wurde erst zum Ende wieder wach. Das sagt doch alles!

Deutscher Kinostart: 2. Februar 2012
Regie: Tomas Alfredson
Schauspieler: Gary Oldman, Colin Firth, John Hurt
Länge: 127 Minuten
Buch zum Film: Dame König As Spion
Für Kinofreunde von: Liebesgrüße aus Moskau, Mord im Orient-Express

Kino-Trailer:

The Artist

Der Film zeigt das Ende der Stummfilmzeit. Für die alten Schauspieler ist es der Untergang und für die neue Generation von Schauspielern eine einmalige Möglichkeit.

Obwohl der Film eindeutig zeigen will, dass die Stummfilme zu einer abgeschlossenen Epoche gehören, ist es unverständlich, warum dem Kinozuschauer dies in einem langweiligen Kinofilm gezeigt werden soll? Bis auf eine witzige Traumsequenz ist der Film einfach nur überflüssig.

Deutscher Kinostart: 26. Januar 2012
Regie: Miachael Hazanavicius
Schauspieler: Jean Dujardin, Berenice Bejo, John Goodman
Länge: 100 Minuten
Für Kinofreunde von: Die kleinen Strolche, Klamottenkiste

Kino-Trailer:

Ziemlich beste Freunde

Neues Jahr, neues Glück? Zunächst einmal herzlich willkommen im Kinojahr 2012. Ein neues Jahr beginnt meist mit guten Vorsätzen und diesmal macht es fast den Eindruck, dass die Leute wieder mehr ins Kino wollen, denn der Saal war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Dadurch konnte ich nur einen Platz in der dritten Reihe ergattern, aber erfahrungsgemäß wird es ab Mitte Januar wieder entspannter, denn auch im Fitness-Center ist es die ersten Tage voll und dann lässt es stark nach.

Im Film geht es um den Querschnittsgelähmten Philippe, der auf der Suche nach einem neuem Pfleger ist. Eher durch Zufall gerät der Kleinkriminelle Driss an den Job. Eine Paarung die nicht unterschiedlicher sein könnte, jedoch schafft es Driss mit seiner äußerst unkonventionellen Art wieder ein wenig Lebensfreunde in den schwierigen Alltag von Philippe zu bringen.

Ziemlich beste Freunde setzt die Latte hoch für weitere Filme in 2012, denn der Film schafft es, ein nicht einfaches Thema sehr humorvoll umzusetzen. Dabei ist die Komik teilweise politisch sehr unkorrekt, aber auch das macht den Film sehenswert. Die beiden Hauptdarsteller machen zusätzlich den Reiz dieses Filmes aus. In Frankreich war der Kinofilm mit bereits über 13 Millionen Besuchern ein wahrer Überraschungserfolg.

Deutscher Kinostart: 5. Januar 2012
Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache
Schauspieler: Francois Cluzet, Omar Sy, Anne le Ny
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Vincent will Meer, Me Too – Wer will schon normal sein?

Kino-Trailer:

Die anonymen Romantiker

Jean-René ist ein Schokoladenfabrikant, beinahe pleite und er hat eine krankhafte Angst gegenüber Frauen. Diese Unsicherheit versucht er mit Hilfe eines Psychologen zu beseitigen. Auf der anderen Seite ist Angélique, wahnsinnig schüchtern und Mitglied der Selbsthilfegruppe „Anonyme Romantiker“. Sie bewirbt sich auf eine Stelle bei Jean-René als Chocolatiére, wird allerdings als Außendienstmitarbeiterin eingestellt, weil sie nicht den Mut hat zu widersprechen. Es kommt wie es kommen muss und die beiden verlieben sich. Dies führt unweigerlich zu teilweise lustigen Situationen, wenn zwei Menschen zusammenkommen, die eine starke Angst vor der Umwelt haben.

Die Franzosen haben hier mal wieder ein gutes Händchen für eine liebevolle Liebeskomödie gezeigt. Ein wirklich kurzweiliger amüsanter Kinofilm.

Deutscher Kinostart: 11. August 2011
Regie: Jean-Pierre Améris
Schauspieler: Benoit Poelvoorde, Isabelle Carré, Lorella Cravotta
Länge: 80 Minuten
Buch zum Film:
Für Kinofreunde von: Die fabelhafte Welt der Amélie, The Sound of Music

Kino-Trailer:

Nichts zu verzollen

Mit der Unterzeichnung des Schengener Abkommens verändert sich viel für das französisch-belgische Grenzörtchen Courquain. Denn mit dem Wegfall der Grenzkontrollen müssen die lokalen Händler um ihre Einnahmen bangen und die Zöllner werden arbeitslos. Der belgische Grenzbeamte Ruben ist auf jeden Fall sehr bestürzt darüber, denn er kann die Franzosen nicht ausstehen und fürchtet das Schlimmste für sein Heimatland Belgien. Wenige Meter entfernt auf der französischen Seite arbeitet der Zöllner Mathias Ducatel, der auch noch in die schöne Schwester von Ruben verliebt ist. Die beiden Zöllner stehen im Dauerstreit und müssen nun auch noch zu einem gemeinsamen mobilen Patrouillendienst antreten.

Ein feine Komödie aus Frankreich, die allerdings nicht an den Charme und die Spritzigkeit von „Willkommen bei den Sch’tis“ herankommt.

Deutscher Kinostart: 28. Juli 2011
Regie: Dany Boon
Schauspieler: Benoît Poelvoorde, Dany Boon, Karin Viard
Länge: 108 Minuten
Für Kinofreunde von: Willkommen bei den Sch’tis, Micmacs

Kino-Trailer:

Barfuss auf Nacktschnecken

Es geht um ein scheinbar ungleiches Schwesternpaar. Clara (Diane Kruger) hat Jura studiert und wohnt mit ihrem Mann in Paris. Lily (Ludivine Sagnier) ist irgendwie nicht ganz richtig im Kopf und wohnt mit der Mutter auf dem Land. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter zieht Clara zunächst zu ihrer Schwester, um sich um sie zu kümmern. Trotz vieler Streitigkeiten verbindet die beiden ein starkes Band. Clara nutzt die Gelegenheit, um über ihr bisheriges Leben nachzudenken.

Ein Film mit tiefen Gefühlen und einem starken Hang zur Natur. Am Anfang ist der Handlung etwas anstrengend, aber man wird mit zum Schluss mit einem mal ganz anderen Happy End beglückt.

Deutscher Kinostart: 5. Mai 2011
Regie: Fabienne Berthaud
Schauspieler: Diane Kruger, Ludivine Sagnier, Denis Ménchot
Länge: 103 Minuten
Für Kinofreunde von: Die zweigeteilte Frau, Swimming Pool

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Der Name der Leute

Bahia ist jung, flippig und eine ganz seltsame politische Aktivistin. Sie ist sehr linksorientiert und will Rechte bekehren. Dies macht sie ganz unkonventionell mit Sex und hat auch Erfolg damit. Eines Tages lernt sie Arthur kennen, der so ganz anders ist als sie. Er ist sehr ruhig und zurückhaltend, außerdem ist er auch nicht rechts, sondern eher ein Sozialist. Allerdings hat Bahia hier das Gefühl, dass sie verliebt ist. Jedoch ist die Beziehung sehr schwierig aufgrund der ganz unterschiedlichen Lebensansichten.

Ein lustiger französischer Film der durch viel Situationskomik lebt. Außerdem werden hier dezent Witze über Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit gemacht, ohne dass es peinlich wirkt.

Deutscher Kinostart: 14. April 2011
Regie: Michel Leclerc
Schauspieler: Jacques Gamblin, Sara Forestier, Carole Franck
Länge: 104 Minuten
Für Kinofreunde von: Der kleine Nick, Micmacs

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Das Schmuckstück

Wir schreiben das Jahr 1977, also eine Zeit wo die Gleichberechtigung noch in weiter Ferne war. Für die Frau bestand die Aufgabe darin in der Küche zu sein, dem Mann zu Diensten zu stehen und keine eigene Meinung zu haben.

Auch Suzanne (Catherine Deneuve) als Ehefrau von Robert (Fabrice Lucchini), einem kapitalistischen Regenschirmproduzenten, teilt dieses Schicksal. Doch nach einem Herzinfarkt von Robert muss Suzanne die Aufgabe des Chefs übernehmen. Unerwartet fügt sie sich perfekt in diese Rolle ein und kann sogar den (kommunistischen) Bürgermeister (Gérard Depardieu) auf ihre Seite ziehen, um einen Streik der Arbeiter abzuwenden.

Der Kinofilm besteht aus schönen Dialogen, passender Hintergrundmusik aus der Zeit und bunten Farben. Ein netter Unterhaltungsfilm mit einer Paraderolle für Catherine Deneuve.

Deutscher Kinostart: 24. März 2011
Regie: Francois Ozon
Schauspieler: Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Lucchini
Länge: 104 Minuten
Für Kinofreunde von: 8 Frauen, Allein zu zweit

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Das Labyrinth der Wörter

Herzlich willkommen in 2011 liebe Kinofreunde. Gérard Depardieu musste vermutlich Ende 2010 noch ein wenig Geld verdienen, denn anders ist es nicht zu erklären, dass er innerhalb von zwei Monaten in drei Kinofilmen zu sehen ist.

Im Labyrinth der Wörter geht es um eine Freundschaft zweier ungleicher Menschen, der „Dorftrottel“ Germain (Gérard Depardieu) und die gebildete Margueritte – mit zwei „t“. Ein schöner Film auch über die Freundschaft zur Literatur, allerdings ist hier das Buch vermutlich die bessere Wahl.

Deutscher Kinostart: 6. Januar 2011
Regie: Jean Becker
Schauspieler: Gérard Depardieu, Gisèle Casadesus, Jean-Francois Stevenin
Länge: 82 Minuten
Buch zum Film: Das Labyrinth der Wörter
Für Kinofreunde von: Mammuth, Die Eleganz der Madame Michel

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