Die Wand

Eine Frau erzählt ihre Geschichte und Erinnerungen. Sie ist alleine in einer abgelegenen Berghütte in Österreich. Dort fristet sie ihr Dasein mit dem Hund Luchs, denn sie sind von einer unerklärlichen, unsichtbaren Wand umgeben.

Dieser Film beruht auf den gleichnamigen Bestseller von Marlen Haushofer. Lange galt der Roman als nicht verfilmbar und es ist auf jeden Fall ein interessantes Werk daraus entstanden.

Deutscher Kinostart: 11. Oktober 2012
Regie: Julian Roman Pösler
Schauspieler: Martina Gedeck und der Hund Luchs
Länge: 108 Minuten
Buch zum Film: Die Wand
Für Kinofreunde von: Elementarteilchen, Das Labyrinth der Wörter

Kino-Trailer:

Barbara

Deutschland im Osten vor der Wende. Barbara ist Ärztin und stellt einen Ausreiseantrag. Dieser wird abgelehnt und sie wird von Berlin in die Provinz versetzt. Sie muss sich hier der Schikane der Stasi unterziehen und kann kein Vertrauen mehr zu Nachbarn und Kollegen aufbauen. Nur die Vorstellung der Flucht mit Hilfe eines Freundes aus dem Westen lässt sie nach vorne blicken.

Düstere Bilder aus dem Arbeiter und Bauernstaat. Wer hiernach Nostalgie hegt, der hat die ganze Unterdrückung und Unfreiheit wohl schon wieder vergessen. Eindrucksvoller Film, aber leider mit Längen.

Deutscher Kinostart: 8. März 2012
Regie: Christian Petzold
Schauspieler: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Rainer Bock
Länge: 105 Minuten
Für Kinofreunde von: Jerichow, Yella

Kino-Trailer:

Dame König As Spion

Ein klassischer Agententhriller aus England zu Zeiten des kalten Krieges. Hier war Agententätigkeit noch Schwerstarbeit ohne Computer und Handys. Viele Männer in grauen Anzügen entscheiden teils abgekoppelt vom Gesetz über Recht und Unrecht.

Ein Kinofilm ohne große Spezialeffekts, aber dafür mit großen Namen an Schauspielern. Doch dies reicht leider nicht aus, um diesen Film wirklich sehenswert zu machen. Übrigens ist meine (unbekannte) Kinonachbarin während des Filmes eingeschlafen und wurde erst zum Ende wieder wach. Das sagt doch alles!

Deutscher Kinostart: 2. Februar 2012
Regie: Tomas Alfredson
Schauspieler: Gary Oldman, Colin Firth, John Hurt
Länge: 127 Minuten
Buch zum Film: Dame König As Spion
Für Kinofreunde von: Liebesgrüße aus Moskau, Mord im Orient-Express

Kino-Trailer:

Dreiviertelmond

Die Geschichte ist schnell erzählt. Es geht um den grantligen Taxler Hartmut aus Nürnberg, der es sich mit seiner unkommunikative Art mit Tochter und Ehefrau verscherzt hat. Diese verlässt ihn dann nach 30 Ehejahren, aber auch das stört ihn zunächst wenig. Durch eine unfreiwillige Begegnung muss er sich plötzlich um die 6jährige Hayat kümmern. Jetzt muss er zwangsweise ein wenig aus seiner sozialen Isolation herauskommen und er denkt über das Leben nach.

Eine typische Fernsehproduktion finanziert durch diverse Filmförderungen, mehr ist eigentlich nicht zu sagen.

Deutscher Kinostart: 13. Oktober 2011
Regie: Christian Zübert
Schauspieler: Elmar Wepper, Katja Rupé, Mercan Türköglu
Länge: 94 Minuten
Für Kinofreunde von: Kirschblüten – Hanami, Keiner liebt mich

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Sommer in Orange

Anfang der 80iger Jahre verschlägt es eine Baghwan-WG aus Berlin nach Bayern um eine Kommune zu eröffnen. Im kleinen Ort Thalbichl prallen damit zwei Kulturen aufeinander, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Der Film wird aus der Sicht der 12-jährigen Lili erzählt, die eigentlich nur ein ganz normales Dorfleben führen möchte. Allerdings träumt die Mutter eher von einem Leben in Oregon ganz nah bei ihrem Guru.

Ein sehr lustiger Film mit interessanten Ideen. Allerdings kann man bei aller Freude nicht den ernsten Hintergrund vergessen, denn für die 12-Jährige Lili ist dieses Leben mit den Baghwan-Lüngern nicht wirklich lustig.

Deutscher Kinostart: 18. August 2011
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Schauspieler: Petra Schmidt-Schaller, Georg Friedrich, Brigitte Hobmeier
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Wer früher stirbt ist länger tot, David wants to fly

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Der Mann der über Autos sprang

Ein Roadmovie der speziellen Art aus Deutschland. Julian (Robert Stadlober) flüchtet aus einer Nervenklinik in Berlin. Er macht sich zu Fuß auf den Weg nach Tuttlingen zum kranken Vater eines Freundes. Warum er in der Klinik war und er die weite Strecke nicht per Auto oder Zug zurücklegt ist zunächst unklar. Bei seiner Wanderung trifft er auf die Ärztin Ju (Jessica Schwarz), die sich der Wanderung anschließt. Auch Jan (Martin Feifel) ein Polizist aus Berlin heftet sich den beiden an die Fersen, allerdings mit dem Auto, denn er hat die Aufgabe Jan wieder in die Klinik zu bringen.

Eine langsame und ruhige Geschichte, die viele Fragen offen lässt. Schöne Bilder aus Deutschland und lustige Wendungen machen diesen Kinofilm zu einem besonderen Ereignis.

Deutscher Kinostart: 2. Juni 2011
Regie: Nick Baker-Monteys
Schauspieler: Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Martin Feifel
Länge: 105 Minuten
Für Kinofreunde von: Die Zeit, die man Leben nennt, Sommersturm

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Joschka und Herr Fischer

Zugegebener weise fängt der Film sehr träge an. Joschka Fischer erzählt zunächst von seiner Kindheit als Vertriebener der Nachkriegsgeneration. Dies ist jedoch wichtig für das Gesamtbild einer wirklich außergewöhnlichen Biografie, die hier der Regisseur Pepe Danquardt filmisch umgesetzt hat. Nebenbei ist es auch eine interessante Zeitreise durch die Geschichte der Bundesrepublik.

Alles in allem eine gelungene Dokumentation eines ehemaligen Aktivisten und Politikers. Jedoch entstehen durch die besonnene und ruhige Sprechweise gerade zum Ende gewisse Längen.

Deutscher Kinostart: 19. Mai 2011
Regie: Pepe Danquardt
Schauspieler: Joschka Fischer
Länge: 140 Minuten
Für Kinofreunde von: Black Box BRD, Die bleierne Zeit

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