Kampf der Titanen

30 Jahre nach dem Vorgänger Kampf der Titanen mit Sir Laurence Oliver und Ursula Andress wagt sich nun Louis Leterrier (Transporter) an eine Neuverfilmung. Diesmal in 3D mit reichlich Stars, Effekte und Action. Es ist auch tatsächlich ein großes Leinwand-Spektakel entstanden, wobei die Story allerdings etwas dünn erscheint. Ich habe sowieso den Verdacht, dass zur Zeit die 3D-Technik ein wenig von schlechten Umsetzungen der Geschichten ablenkt.

Beim Kampf der Titanen muss Perseus (Sam Worthington bestens bekannt aus Avatar und Terminator 4) gegen die Unterwelt ankämpfen. Dabei spielt der Sohn des Zeus eine wahrlich starke Rolle und die Kampf-Szenen sind wirklich gut und spannend umgestzt. Ich bin persönlich zwar kein Freund von Geschichten der griechischen Mythologie, aber in diesem Kinofilm wird die Götterwelt auf jeden Fall verständlich und interessant dargestellt. 

Deutscher Kinostart: 8. April 2010
Regie: Louis Leterrier
Schauspieler: Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes
Länge: 106 Minuten
Für Kinofreunde von: Troja, 300

Kino-Trailer:

Chloe

Liebe, Eifersucht und Verführung ist der Untertitel vom neuen Kinofilm des Regisseurs Atom Egoyan und diese Beschreibung ist wirklich sehr passend. David (Liam Neeson) ein Musikprofessor und seine Frau Cathrine (Julianne Moore) als Ärztin haben eigentlich alles was man sich wünschen kann. Beide sind erfolgreich, wohlhabend und wohnen in einem schönen Haus mit ihrem 17jährigen Sohn Michael. Doch irgendwie passt alles nicht mehr so wirklich und die große Liebe vom Anfang ist auch nicht mehr da. Durch einen Zufall lernt Cathrine die Edelhure Chloe (Amanda Seyfried) kennen und erteilt ihr den Auftrag zu testen, ob ihr Mann David sie betrügen würde. Aus diesem Test heraus entsteht allerdings eine verhängnisvolle Affäre zwischen den beiden Frauen.

Der Film fesselt von Anfang an und Amanda Seyfried verkörpert perfekt den blonden Engel und Teufel in einer Person. Obwohl einige Dinge schon im Voraus klar scheinen, bietet die Story einige Überraschungen und Wendungen.

Deutscher Kinostart: 22. April 2010
Regie: Atom Egoyan
Schauspieler: Amanda Seyfried, Liam Neeson, Julianne Moore
Länge: 96 Minuten
Für Kinofreunde von: Eine Verhängnisvolle Affäre, Tatsächlich Liebe

Kino-Trailer:

A Single Man

Der Trailer zu dem Film wirkt zunächst verwirrend und auch am Anfang von A Single Man weiss man noch nicht so wirklich, wo dran man ist. Jedoch gelingt es dem bekannten Modedesinger Tom Ford den Roman von Christopher Isherwood in starken Bildern umzusetzen. 

Colin Firth spielt den Literaturprofessor George Falconer an einem College in L.A. im Jahr 1962. Bislang konnte ich mich für Colin Firth nie recht begeistern und ich musste bei ihm immer an Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück denken. Allerdings hat er mich hier sehr positiv überrascht und die Nominierung für den Oscar als bester Hauptdarsteller ist mehr als berechtigt. Der Film erzählt vom möglicherweise letzten Tag von George Falconer, der nach dem Tod seines Lebenspartners Jim mehrere Monate mit dem Verlust und der Trauer kämpfen musste. Die einzige Ansprechpartnerin und Freundin für ihn, ist die trinksüchtige Charley (Julianne Moore), jedoch findet er hier auch keinen Trost.

Sicherlich kein Film, der gute Laune verbreitet, aber die Umsetzung der schwierigen Themen Liebe und Verlust wurde sehr gewaltig und bildreich arrangiert. Übrigens ist es doch immer wieder schön Eindrücke aus den 60er Jahren zu sehen, als der Einkauf von Waffen und Patronen sowie das Rauchen noch normal war.

Deutscher Kinostart: 8. April 2010
Regie: Tom Ford
Schauspieler: Colin Firth, Julianne Moore
Länge: 101 Minuten
Buch zum Film: Der Einzelgänger  
Für Kinofreunde von: Blue Velvet, Brokeback Mountain

Kino-Trailer:

Precious

Precious oder Das Leben ist kostbar wurde mit Preisen überhäuft und hat von den sechs Oscar-Nominierungen sogar zwei Oscars für die beste Nebendarstellerin und das beste adaptiere Drehbuch erhalten. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, die die Sozalhelferin und Lehrerin Sapphire in Harlem erlebt hat.

Trotz aller Auszeichnungen hat mich der Film überhaupt nicht angesprochen. Er gilt zwar als Überraschungsfilm in der USA, aber für meinen Geschmack wurden zu viele Vorurteile aus der Trickkiste gezaubert, denn die 16jährige Precious ist schwarz, extrem übergewichtig, eine Analphabetin, wird von ihrer Mutter verprügelt und von ihrem Vater sexuell missbraucht. Außerdem stammt von ihrem Papa ihr erstes behindertes Kind und mit einem zweiten Kind ist sie gerade schwanger. Ach ja, HIV positiv ist sie auch noch und lebt von Sozialhilfe.

Möglicherweise ist der Film auch mehr für das amerikanische Publikum gedreht oder für Frauen, denn der Film ist allen jungen Mädchen dieser Welt und ihrer Kostbarkeit gewidmet.

Deutscher Kinostart: 25. März 2010
Regie: Lee Daniels
Schauspieler: Mo`Nique, Paula Patton, Mariah Carey
Länge: 110 Minuten
Buch zum Film: Push 
Für Kinofreunde von: Dangerous MindsDie Friseuse

Kino-Trailer:

Der Ghostwriter

Dieser Film ist nach dem Buch von Robert Harris, der ein wahrer Meister für spannende politische Unterhaltung ist. So ist zum Beispiel sein Buch Vaterland seit fast zwei Jahrzehnten ein Bestseller. Leider kam ich erst einen Monat nach Kinostart dazu den Film zu sehen, doch es hat sich auf jeden Fall gelohnt. In diesem Thriller geht es um einen britischen Ex-Premier (eine Paraderolle für Pierce Brosnan), der mit Hilfe eines Ghostwriters (Ewan McGregor) seine Memoiren herausbringen möchte. Jedoch stößt er beim Aufenthalt auf der Ferieninsel des Politikers auf mehr und mehr dunkle und gefährliche Geheimnisse. Übrigens kam von meiner Sitznachbarin im Kino ein lustiger Spruch als Ewan McGregor für seinen vierwöchigen Aufenthalt auf die Insel kam: „Was! Der hat nur so einen kleinen Koffer für vier Wochen?“.
Der Regie-Altmeister Roman Polanski hat uns zumindest zwei Stunden gute Unterhaltung geboten.

Deutscher Kinostart: 18. Februar 2010
Regie: Roman Polanski
Schauspieler: Pierce Brosnan, Ewan McGregor, Kim Cattrall
Länge: 108 Minuten
Buch zum Film: Der Ghostwriter
Für Kinofreunde von: Verblendung, 96 Hours

Kino-Trailer:

Männer die auf Ziegen starren

Alleine der Filmtitel verspricht schon eine schräge Story und genau dies wird dem Kino-Zuschauer geboten. Die Geschichte soll auf einen Tatsachenroman von Jon Ronson bestehen, aber auch das wirkt unglaublich. Im Film geht es um den Reporter Bob (Ewan McGregor), der 2003 bei der Berichterstattung im Irak den seltsamen Lyn Cassedy (George Clooney) kennenlernt. Dabei stellt sich heraus, dass er ein Ex-Mitglied der geheimen Spezialeinheit „New Earth Army“ war. Deren Aufgabe war die neue Kriegsführung mit Psychotricks wie Gedankenlesen, durch die Wände gehen und auch das Töten durch Blicke. Während ihrer Reise durch die Wüste wird immer mehr um die damalige Hippie-Einheit bekannt und der Film strotzt vor durch geknalltem Humor. Der Film hätte auch durchaus „Soldaten auf LSD“ oder „Das Schweigen der Ziegen“ heißen können. Die drei Schauspieler George Clooney, Ewan McGregor und Jeff Bridges sind mir sowieso recht sympathisch und sie spielen ihre Rollen brillant. Zu Kevin Spacey kann ich keine rechte Meinung aufstellen, da er nicht gerade zu meinen Lieblingsschauspielern zählt. Wer gerne lacht, der kommt mit den Männern und Ziegen voll auf seine Kosten.
    
Deutscher Kinostart: 4. März 2010
Regie: Grant Heslov
Schauspieler: George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey
Länge: 90 Minuten
Buch zum Film: Männer die auf Ziegen starren
Für Kinofreunde von: Burn After Reading, Brügge sehen… und sterben?
 
Kino-Trailer: