Archiv der Kategorie Amerikanischer Film

Take Shelter

Curtis ist der Familienvater einer ganz durchschnittlichen amerikanischen Familie, er hat eine liebe Frau, eine kleine Tochter und einen guten Job. Allerdings wird er mehr und mehr von Albträumen geplagt und Curtis glaubt, dass es bald einen großen Sturm geben wird. Seine Grenze zwischen Fiktion und Realität verwischt immer mehr. Seine Mutter wurde auch wegen paranoider Schizophrenie eingewiesen und Curtis fürchtet ein ähnliches Schicksal.

Bei diesem Film merkt man frühzeitig, dass er auf ein nicht gutes Ende zu läuft. Das macht den Kinofilm auf der einen Seite vorhersehbar, aber auf der anderen Seite auch spannend. Sicherlich kein Film für zarte Gemüter.

Deutscher Kinostart: 22. März 2012
Regie: Jeff Nichols
Schauspieler: Michael Shannon, Jessica Chastain, Kathy Baker
Länge: 120 Minuten
Für Kinofreunde von: Winterschläfer, In einer besseren Welt

Kino-Trailer:

The Descendants

Der Film heißt übersetzt in etwa die Nachkommenschaft. George Clooney spielt hier einen Familienvater, der sich bislang nie groß um seine beiden Töchter gekümmert hat. Nach dem Tod seiner Frau muss er plötzlich die alleinige Verantwortung übernehmen. Zusätzlich ist er auch Nachlassverwalter eines riesigen Grundstücks und muss hier ebenfalls für die große Familie eine wichtige Entscheidung herbeiführen.

Was zunächst langweilig klingt ist leider auch langweilig. Einige Witze von Sid können den Film leicht aufheitert, allerdings reicht dies sicher nicht für eine Empfehlung.

Deutscher Kinostart: 26. Januar 2012
Regie: Alexander Payne
Schauspieler: George Clooney, Shailene Woodley, Beau Bridges
Länge: 110 Minuten
Buch zum Film: The Descendants / Mit deinen Augen
Für Kinofreunde von: Up in the Air, Remember Me - Lebe den Augenblick

Kino-Trailer:

Drive

Diese Woche war die Sneak Preview schon wieder bis auf den letzten Platz ausverkauft, wirklich unglaublich. Allerdings ist auch die Meldung unglaublich, dass das Atlantis Kino im März 2012 seine Tore schließt und damit eine lange Sneak-Tradition in einem sehr schönen Kino endet.

Nun aber zurück zum Film, in dem der schweigsame Driver einen Job als Automechaniker, Stuntman und Fluchtautofahrer hat. Durch einen verpatzten Raubüberfall hat er plötzlich die ganze Mafia als Feind und dabei wollte er mit diesem Deal doch eigentlich nur seiner Nachbarin helfen.

Dieser Film hat verdient in Cannes in der Rubrik Beste Regie gewonnen. Ansonsten lebt der Film von einer besonderen Spannung und Action. Die Schauspieler scheinen in ihren Rollen aufzugehen und trotz der Action ist die Story sehr liebevoll. Jedoch sind einige Ausschnitte äußerst brutal und da sollten die Zartbesaiteten auf jeden Fall die Augen schließen. Ein Höhepunkt ist sicherlich noch der Soundtrack, der ganz stark zu der tollen Atmosphäre beiträgt. Über das Ende sollte sich jeder sein eigenes Bild machen…

Deutscher Kinostart: 26. Januar 2012
Regie: Nicolas Winding Refn
Schauspieler: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston
Länge: 101 Minuten
Buch zum Film: Driver
Für Kinofreunde von: Fast & Furious, Transporter

Kino-Trailer:

Submarine

Oliver Tate lebt in einer Kleinstadt und muss sich mit den Problemen eines 15jährigen rumschlagen. In der Schule ist er nicht wirklich anerkannt und einfach nur froh, wenn er nicht gerade gemobbt wird. Er schafft es zwar durch die Beziehung mit der Klassenkameradin Jordana im Ansehen zu steigen, aber wirklich froh macht ihn das auch nicht. Zu guter Letzt haben seine schrulligen Eltern auch noch Beziehungsprobleme, die Oliver versucht zu kitten.

Ein wirklich amüsanter Film über einen Jungen der mit der großen Gefühlswelt in der Pubertät kämpfen muss.

Deutscher Kinostart: 17. November 2011
Regie: Richard Ayoade
Schauspieler: Craig Roberts, Yasmin Paige, Sally Hawkins
Länge: 97 Minuten
Buch zum Film: Submarine
Für Kinofreunde von: Garden State, (500) Days of Summer

Kino-Trailer:

Cheyenne - This must be the place

Dieses Leben ist eines der Schwersten. Das ist einer der Sprüche vom Rockrentner Cheyenne (Sean Penn), der sehr reich ist, sich extrem langweilt und seit 20 Jahren keine Musik mehr gemacht hat. Cheyenne ist gezeichnet durch Alkohol und Drogen, lebt jetzt aber clean. Eines Tages erfährt er vom Tode seines Vaters, den er 30 Jahre nicht gesehen hat. Bei der Beerdigung erfährt er erstmals, dass sein Vater im KZ war und sein Leben lang einen seiner Peiniger suchte, der in der USA untergetaucht ist. Dieses schwere Erbe nimmt nun Cheyenne an und auch er macht sich quer durch die Staaten auf die Suche.

Der Film ist sicher ein Highlight für alle Fans von Sean Penn und es gibt einige witzige Momente. Dies täuscht aber nicht über die Tatsache hinweg, dass dieser Kinofilm über Strecken langatmig dahinplätschert. Der wirklich hörenswerte Soundtrack kann dieses Manko zumindest etwas lindern.

Deutscher Kinostart: 10. November 2011
Regie: Paolo Sorrentino
Schauspieler: Sean Penn, Frances McDormand, Harry Dean Stanton
Länge: 118 Minuten
Für Kinofreunde von: Dead Man Walking, Crazy Heart

Kino-Trailer:

Der große Crash

Dieser Kinofilm zeigt die Ereignisse der letzten beiden Tage vor dem großen Finanzcrash 2008. Ein junger Investment-Banker findet durch Zufall und ausgezeichnete Zahlenkenntnisse heraus, dass die Bank im Prinzip auf einem Haufen wertloser Papiere sitzt. Er informiert seinen Chef und dadurch wird eine Lawine ausgelöst. In einer nächtlichen Sitzung kommt der Vorstand zusammen, lässt sich über den aktuellen Status der Bank informieren und trifft eine Entscheidung die die Bankenwelt in ein Beben versetzt.

Ein durchaus spannender Film, der über die Gier der Banken handelt. In einigen Teilen nicht ganz schlüssig, allerdings werten viele gute Schauspieler den Film wieder auf.

Deutscher Kinostart: 29. September 2011
Regie: J.C. Chandor
Schauspieler: Kevin Spacey, Jeremy Irons, Demi Moore
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Wall Street, High Speed Money

Kino-Trailer:

Midnight in Paris

Gil ist Drehbuchautor aus Hollywood und träumt von Paris. Mit seiner Verlobten Inez und deren spießigen Eltern verbringen sie dort ihren Urlaub. Zu allem Überfluss treffen sie in Paris auch noch den Ex-Freund von Inez, der sich als pedantischer Besserwisser herausstellt. Da Gil keine Lust hat mit diesen Leuten die ganze Zeit zu verbringen macht er sich alleine auf den Weg in das nächtliche Paris. Dabei wird er ganz unerwartet mit einem Oldtimer in das Paris der zwanziger Jahre gefahren. Dort trifft er Schriftsteller wie Fitzgerald oder Hemingway und Künstler wie Picasso oder Dali. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Dier Kinofilm ist sehr kurzweilig und zauberhaft. Er entführt und spielerisch in eine andere Welt und lebt von lustigen Begegnungen und Situationen. Ein wirklich runder und stimmiger Film. Hier hat Woody Allen sicher ein Meisterwerk geschaffen.

Deutscher Kinostart: 18. August 2011
Regie: Woody Allen
Schauspieler: Adrien Brody, Kathy Bates, Owen Wilson
Länge: 94 Minuten
Für Kinofreunde von: Whatever Works, Stardust Memories

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Blue Valentine

Beziehungsdrama. Die Ehe von Dean und Cindy hat eigentlich ganz romantisch angefangen, doch nach sechs Jahren ist die Beziehung am Ende. Nur die gemeinsame Tochter gibt den beiden die Hoffnung, dass es noch klappt, aber leider vergebens.

Dieser Film spielt im Wechsel in der Gegenwart und vor sechs Jahren. Dabei zeigt sich, dass der Anfang vielleicht doch nicht so romantisch war, denn das Kind von Cindy ist von einem anderen, doch Dean steht dazu. In der Rückblende wird auch deutlich, dass sich die Eltern von Cindy eigentlich einen erfolgreichen Schwiegersohn für die Tochter wünschten. Dean ist jedoch nur Maler, doch glücklich mit seinem Job. Cindy würde gerne Ärztin werden und drängt auch Dean mehr aus sich zu machen. Na ja, ein recht überflüssiger Film und einen Filmausschnitt mit einer Abtreibung (die zum Schluss zwar abgebrochen wurde) will eigentlich keiner gerne sehen.

Deutscher Kinostart: 4. August 2011
Regie: Derek Cianfrance
Schauspieler: Ryan Gosling, Michelle Williams, Faith Wladyka
Länge: 112 Minuten
Für Kinofreunde von: Das gelbe Segel, Das Leuchten der Stille

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Willkommen bei den Rileys

Doug und Lois sind schon seit knapp 30 Jahren verheiratet. Alles ist im Trott und seit dem Unfalltod der Tochter vor acht Jahren ist die Freude aus dem Leben verschwunden. Selbst der Grabstein mit den eigenen Namen ist schon gekauft. Als Doug bei einem Kongress in New Orleans die junge Stripperin Mallory kennenlernt, will er Versäumtes nachholen. Er beschließt ihr väterlicher Freund zu werden und möchte Mallory helfen, um aus dem Sumpf der Prostitution zu entkommen. Dies ist natürlich nicht so einfach wie erhofft. Als dann noch Lois hinzukommt entwickelt sich eine interessante Dreiecksbeziehung (ohne sexuellen Hintergrund).

Eine traurige und schön erzählte Geschichte über Hoffnungslosigkeit und Sehnsüchte.

Deutscher Kinostart: 7. April 2011
Regie: Jake Scott
Schauspieler: James Gandolfini, Kirstin Stewart, Melissa Leo
Länge: 110 Minuten
Für Kinofreunde von: Das gelbe Segel, Fish Tank

Kino-Trailer:

Biutiful

Uxbal (Javiar Bardem) ist ein Krimineller in Barcelona. Als er erfährt, dass er Krebs hat und nur noch wenige Monate zu leben hat, will er Vorsorge treffen für die Zeit nach seinem Tod. Allerdings gestaltet sich dies gar nicht so einfach und er macht die Sachen teilweise nur noch schlimmer. Ein bedrückender Film, der die Aussichtslosigkeit der Leute im Untergrund zeigt.

Im Vergleich zu den drei anderen Filmen (Amores perros, 21 Gramm und Babel) von Alejandro Gonzáles Inárritu ist dieser leider der Schlechteste. Man quält sich durch den Film und hofft, dass er endlich zum Ende kommt. Na ja, diese Quälerei macht diesen Kinofilm für echte Kritiker offensichtlich interessant, allerdings kann ich diesen Film definitiv nicht weiterempfehlen.

Deutscher Kinostart: 10. März 2011
Regie: Alejandro Gonzáles Inárritu
Schauspieler: Javiar Bardem, Karra Elejalde, Blanca Portillo
Länge: 147 Minuten
Für Kinofreunde von: Amores perros, Gomorrha

Kino-Trailer: